Aktuelles
22. Oktober 2010

Beiräte werden immer wichtiger

Familienunternehmen:

Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte wird die Arbeit eines Beirats in immer mehr Familienunternehmen als sehr wertvoll eingeschätzt. Die Hauptaufgaben liegen bei der Kontrolle der Unternehmensführung, deren Beratung sowie der Vermittlerfunktion zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen. Der Tätigkeits- und Kompetenzbereich der Beiräte ist breit gestreut.

„Im Unterschied zum Aufsichtsrat sind Beiräte kein obligatorisches Instrument kapitalmarkt-orientierter Unternehmen, sondern ein freiwilliges Gremium. Ihre Installation lohnt sich, denn 80 Prozent der von uns Befragten messen ihnen eine hohe Bedeutung für die Unternehmensführung bei“, so Jürgen Reker, Partner Mittelstand bei Deloitte. Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen sieht in der Einrichtung eines Beirats eine einfache und kostengünstige Lösung, wenn es darum geht, im Vergleich zu den Großkonzernen in Sachen Controlling, Finanzierung und Personalführung aufzuholen. Hin und wieder gibt es aber bei der Besetzung dieses Gremiums Probleme, weiß Prof. Dr. Hennerkes. „Manch ein Chef hat Angst davor, überwacht zu werden, und sperrt sich“, wird der Experte in der neuen Ausgabe des Unternehmermagazins „Results“ der Deutschen Bank zitiert. Andere Personen würden das Gremium mit Personen aus ihrem Umfeld besetzen, die nicht genügend Distanz hätten, um auch mal kritische Fragen stellen würden.

Tipp: In der aktuellen Ausgabe von „Results“ finden Familienunternehmer interessante Beispiele für das Zusammenspiel von Geschäftsleitung und Beirat: Artikel Beiräte

Auch in der November-Ausgabe der News (erscheint am 16. November) wird das Thema Beirat im Zusammenhang mit Familiendynastien beleuchtet.