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8. August 2011

Schwäbische Tugenden vereint mit Weltoffenheit

Das Familienunternehmen Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG feiert mit Veranstaltungen und dem weltweit ersten Stuhlpfad sein 50-jährige Bestehen. Das Unternehmen aus Meßstetten-Tieringen (Zollernalbkreis) vereint die schwäbischen Tugenden Beharrlichkeit und Fleiß mit einer Weltoffenheit, die Impulse einfordert und zulässt. In fünf Jahrzehnten haben drei Generationen der Familie Link aus einer Dorfschmiede einen der innovativsten und umsatzstärksten Bürostuhlhersteller Europas gemacht.

Ehrgeizige Pläne

Das von Werner Link und seinen Söhnen Joachim und Helmut Link geführte Unternehmen hat 2010 einen Umsatz von 102 Millionen Euro erwirtschaftet. In diesem Jahr erwartet es einen Umsatzzuwachs von 20 Prozent. 600 Mitarbeiter fertigen am einzigen Produktionsstandort Meßstetten-Tieringen 950.000 Stühle pro Jahr. Getrieben von der konsequenten Innovations- und Qualitätsführerschaft und verstärkten internationalen Vertriebsaktivitäten soll das Unternehmen mittelfristig zum führenden Bürostuhlhersteller Europas werden.

Werner Link führt das Unternehmen gemeinsam mit
seinen Söhnen Helmut (li.) und Joachim (re.).

Die von renommierten Architekten und Designern wie Hadi Thererani und Reiner Moll entworfenen Stühle haben weltweit ihren Platz in Büros, Hotels und auch in vielen Fabriken. Das Unternehmen fertigt und vertreibt hochwertige Bürostühle (interstuhl), ist mit „bimos“ nach eigenen Angaben Europas Marktführer für Sitzlösungen von Industriearbeitsplätzen und vertreibt unter der Marke „prosedia“ Bürostühle über den Versandhandel und Einrichtungshäuser.

Von der Dorfschmiede zum Bürostuhl

Die Interstuhl-Arena ist ein Zeichen für die Standortreue des Unternehmens.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens ist gekennzeichnet von der Gabe der Unternehmerfamilie, Bedürfnisse am Markt zu erkennen und dafür eigene Lösungen zu entwickeln. In den Gründungsjahren zunächst auf dem lokalen Markt. Damals produzierte Gründer Wilhelm Link mit seinem Sohn Werner für die entstehende Textilindustrie auf der Schwäbischen Alb in der Dorfschmiede Untergestelle für Nähmaschinen und später Hocker und Stühle.

In der Ausstellungshalle der Arena werden die Produkte präsentiert.

Geprägt von diesen ersten harten Jahren entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter. Vor allem die Produktion von Bürodrehstühlen beschleunigte in den 70er- und 80er-Jahren das Wachstum des Unternehmens in Deutschland und die Gründung von ersten Niederlassungen in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Heute erzielt das Unternehmen mit sieben Tochterunternehmen und 40 Vertriebspartnern einen Exportanteil von 38 Prozent. Mittelfristig soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen.

Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren auf Wachstum und Marke getrimmt worden. Die Familie Link hat mehr als 20 Millionen Euro in Anlagen und Gebäude investiert – unter anderem in die größte Fotovoltaik-Anlage in der Region. Neben dem Hochregallager und dem Forschungs- und Entwicklungszentrum ist als sichtbarstes Bekenntnis die Interstuhl-Arena entstanden. Das architektonisch anspruchsvolle Kommunikations- und Informationszentrum inszeniert die Produkte und lässt die Geschichte erleben, gibt aber auch allen Mitarbeitern in einer Galerie einen sichtbaren Platz.

Wandern auf dem Stuhlpfad

Ruhepausen auf ungewöhnlichen Sitzlösungen.

Der Unternehmenssitz liegt inmitten einer herrlichen Landschaft auf der Schwäbischen Alb. Das Unternehmen hat sich nicht zuletzt deshalb hohen Umweltschutzstandards verschrieben. Zum 50-jährigen Jubiläum hat die Firma mit dem Interstuhl-Pfad ein Kunst-Natur-Projekt initiiert, das Natur- und Kunstfreunde anziehen soll. An einem zwölf Kilometer langen Rundwanderweg (Gehzeit etwa drei Stunden), der auf dem Parkplatz der bei der Interstuhlverwaltung in Tieringen startet, wurden ungewöhnliche Plätze zum Ausruhen installiert. Die Sitzlösungen stammen von Auszubildenden des Unternehmens ebenso wie von bekannten Designern, Künstlern und dem Heimatverein. Geführt durch ein Leitsystem können die Wanderer über das Sitzen reflektieren, von einer Sitzmöglichkeit zur anderen wandern und dem nachspüren, dass „die nächste Sitzlösung immer die beste ist“.

www.interstuhl.de