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14. November 2011

Weltverband der Freizeitindustrie: Mack wird Präsident

Roland Mack gibt der Freizeitindustrie ein Gesicht

Der Weltverband der Freizeitindustrie hat erstmals einen Deutschen zum Präsidenten gewählt. Der badische Familienunternehmer Roland Mack übernimmt das Ruder. Er steuert eine Branche auf Wachstumskurs.

Roland Mack

Roland Mack kann die Begeisterung für Achterbahnen und Karussells vor der eigenen Haustür erleben. Der 62 Jahre alte Maschinenbauingenieur aus Rust bei Freiburg ist Chef von Deutschlands größtem Freizeitpark. Den Europa-Park, den er von Beginn an leitet, hat er vor 36 Jahren gegründet. Mehr als vier Millionen Besucher kommen jährlich. An diesem Dienstag (15. November) wird der Familienunternehmer als erster Deutscher Präsident des Weltverbandes der Freizeitindustrie. Er steht damit international für eine Branche, die von der zunehmendem Lust vieler Menschen auf Freizeitvergnügen profitiert.

Der Vater von drei Kindern ist nicht nur Chef des Freizeitparks, sondern auch Entwickler und Bauer von Fahrattraktionen. Der Europa-Park ist verbunden mit dem elterlichen Familienbetrieb, dem 1780 gegründeten Achterbahn- und Karussellbauunternehmen Mack in Waldkirch bei Freiburg. Mack Rides, so der heutige Name der traditionsreichen Firma, ist einer der weltweit fünf größten Hersteller von Fahrattraktionen.

„Roland Mack gibt unserer Branche wie kaum ein anderer weltweit ein Gesicht“, sagt der Geschäftsführer des Weltverbandes der Freizeitindustrie, der US-Amerikaner Chip Cleary. In der fast 100-jährigen Geschichte der International Association of Amusement Parks and Attractions (IAAPA) ist Mack der erste Deutsche und erst der vierte Europäer in der Verbandsführung. Als Präsident vertritt er eine Wachstums-Branche mit mehr als einer Million Mitarbeitern, rund einer Milliarde Besuchern jährlich sowie einem geschätzten Gesamtumsatz von mehr als 30 Milliarden US-Dollar (22,5 Milliarden Euro).

Der 1918 gegründete Verband mit Sitz in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia zählt 4.500 Mitgliedsunternehmen aus mehr als 90 Ländern. Dazu zählen rund 1.000 Freizeitparks. Die großen internationalen Freizeitparks würden immer mehr zu Kurzreisezielen. „Sie konkurrieren nicht mit dem nächsten Naherholungsgebiet, sondern international mit erfolgreichen Destinationen.“ Um hierfür gerüstet zu sein, investierten Parks in neue Einrichtungen, Hotels sowie Tagungs- und Konferenzmöglichkeiten. Einsetzen will sich Mack als Verbandspräsident besonders für die Sicherheit. Der Familienunternehmer will weltweit geltende Normen erreichen und damit das Vertrauen der Verbraucher stärken. Ob in Asien oder Europa: Fahrgeschäfte sollen stets mit den gleichen Sicherheitsstandards laufen. (Von Jürgen Ruf, dpa)