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26. Januar 2012

Finanzinvestoren investieren wieder mehr in Deutschland

Finanzinvestoren haben im vergangenen Jahr wieder mehr in Deutschland investiert als ein Jahr zuvor. Mit 31 (Vorjahr: 26) Übernahmen mittelständischer Firmen zeigte sich der Markt weiter im Aufwind, wie die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Der Gesamtwert der Geschäfte erhöhte sich auf 3,5 (2,4) Milliarden Euro. Berücksichtigt werden in der Statistik Geschäfte mit einem Transaktionswert von 50 Millionen bis 250 Millionen Euro.

Wie es weitergehe, hänge auch von den Banken ab, erklärte DBAG-Vorstandssprecher Wilken von Hodenberg: „Es gibt erfreulich viele gute Unternehmen, für die neue Gesellschafter gesucht werden, aber in den vergangenen Monaten ist es zunehmend schwerer geworden, Banken zu einer Finanzierungszusage zu bewegen.“ Das Spektrum der Branchen, in denen Private-Equity-Investoren aktiv wurden, sei 2011 sehr breit gewesen. Fünf Deals gab es in der Chemiebranche, je vier im Maschinen- und Anlagenbau, bei Gesundheitsunternehmen und Konsumgüterherstellern. Je drei Mal erwarben Finanzinvestoren Automobilzulieferer, Logistikdienstleister und Unternehmen aus der Elektronikindustrie.

Die Deutsche Beteiligungs AG selbst, die seit fast fünf Jahrzehnten im Private-Equity-Markt tätig ist, schloss ihr Geschäftsjahr 2010/2011 (31. Oktober) mit einem Verlust von 16,6 Millionen Euro ab – nach 34,1 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor. Das Minus beruhe einzig auf Bewertungseffekten, erklärte das Unternehmen. So brach der Kurs des Holzbearbeiters Homag (Schopfloch/Baden-Württemberg) ein, an dem die DBAG und die von ihr verwalteten Parallelfonds gut 33 Prozent halten. (dpa)