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24. Januar 2012

Jungunternehmer lehnen Aufstockung des ESM-Rettungsschirm ab

Verbandsvorsitzende Marie-Christine Ostermann

Der Verband „Die Jungen Unternehmer“ lehnt eine Aufstockung des ESM-Rettungsschirm, wie es der italienische Ministerpräsident Mario Monti und IWF-Chefin Christine Lagarde vorgeschlagen, kategorisch ab. „„Die Kanzlerin muss standhaft bleiben und eine Aufstockung unbedingt verhindern. Das ist sie sowohl den deutschen Steuerzahlern als auch künftigen Generationen schuldig. Schon der ursprüngliche Umfang des ESM-Rettungsschirms lastet den Bürgern massive Risiken auf. Wenn jetzt sogar eine Verdopplung diskutiert wird, müssen bei der Bundesregierung alle Alarmglocken schrillen. Auch starke Schultern darf man nicht überfordern“, sagte Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende des Verbandes, in einer Mitteilung.

„Eine ESM-Aufstockung wäre umso gefährlicher, da die Euroländer bereits beim letzten EU-Gipfel dauerhaft auf eine private Gläubigerbeteiligung verzichtet hätten. Dies habe zur Folge, dass im Ernstfall vor allem Steuerzahler und künftige Generationen „die Zeche für klamme Eurostaaten zahlen müssen“. Stattdessen forderte der Verband von den Schuldenstaaten eine strenge Haushaltsdisziplin und konsequente Strukturreformen, um dort für mehr Wachstum zu sorgen. „Billiges Geld mindert lediglich den nötigen Reformdruck. Darüber hinaus birgt auch das um ein Jahr frühere Inkrafttreten des ESM-Rettungsschirms einige Gefahren für die deutsche Haushaltspolitik. Die Bundesregierung muss hier sehr genau darauf achten, dass es durch den einstweiligen Fortbestand des EFSF zu keinen doppelten Risiken für Deutschland kommt“, mahnte die Unternehmerin.