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26. Januar 2012

Pharmaunternehmen Merz sucht neuen Chef

Das für seine Spezial-Dragees bekannte Pharmaunternehmen Merz aus Frankfurt sucht einen neuen Chef. Der Sprecher der Geschäftsführung, Martin Zügel (49), wird in diesem Jahr das Familienunternehmen in „freundschaftlichem Einvernehmen“ verlassen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Sein Nachfolger soll vor allem das internationale Geschäft weiter vorantreiben. „Wir halten die Augen auch nach weiteren Firmen und Produkten offen“, sagte eine Sprecherin. 2010 hatte die Gruppe einen US-Hersteller von Mitteln gegen Gesichtsfalten übernommen.

Das Familienunternehmen Merz blickt auf eine mehr als 100-jährige Firmengeschichte zurück und beschäftigt heute weltweit 2.391 Mitarbeiter. Zwischen Juli und Dezember 2011 konnte das Unternehmen seinen Umsatz um rund ein sechstel auf 425 Millionen Euro steigern. Der Gewinn vor Steuern verdoppelte sich im gleichen Zeitraum auf 129 Millionen Euro. Im kommenden Jahr verliert das Unternehmen allerdings das Patent auf das Alzheimermittel Memantine. Laut einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (Donnerstag) macht das Präparat alleine fast die Hälfte des Konzernumsatzes aus. (dpa)