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26. Januar 2012

Playmobil mit leichtem Umsatzminus

Der Spielzeughersteller Playmobil will sein Geschäft außerhalb der Weihnachtszeit stärker ausbauen und damit den leichten Umsatzrückgang des vergangenen Jahres auffangen. Das fränkische Familienunternehmen hatte 2011 zwar mit 55 Millionen Packungen so viele Artikel verkauft wie nie zuvor, dennoch sanken die Erlöse um 0,4 Prozent auf 505 Millionen Euro.

„Wir führen diese Entwicklung im Wesentlichen auf die Preise für unsere Neuheitenpakete zurück“, sagte Geschäftsführerin Andrea Schauer am Mittwochabend in Zirndorf. Die unverbindliche Preisempfehlung habe durchschnittlich sieben Prozent unter dem Wert des Vorjahres gelegen, was durch den höheren Absatz nicht ausgeglichen worden sei. Um außerhalb des Saisongeschäfts die Umsätze anzukurbeln, erhöht Playmobil die Taktzahl, in der kleine Geschenkartikel zu Taschengeldpreisen neu auf den Markt kommen. „Ich denke, dass wir mit diesem Programm gut gerüstet sind, 2012 ein mittleres einstelliges Wachstum zu erzielen“, sagte Schauer. Insgesamt hat das Familienunternehmen mit zuletzt 3.520 Mitarbeitern weltweit bereits 2,5 Milliarden der kleinen Figuren unters Volk gebracht. Und es sollen noch mehr werden: „Wir haben 130 Neuheiten in diesem Jahr“, berichtete der Leiter der Entwicklung, Bernhard Hane.

Das zweite Standbein der Geobra-Brandstätter-Gruppe, der Pflanztopfhersteller Lechuza, legte 2011 um 13 Prozent auf 45,6 Millionen Euro zu und steigerte dadurch den Konzernumsatz minimal auf 564 Millionen Euro. Gut 13 Millionen Euro davon steuerte der Playmobil-Funpark am Firmensitz nahe Nürnberg bei. Laut Schauer schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen und peilt 2012 einen leichten Zuwachs an. (dpa)