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27. Januar 2012

Schokoladen-Hersteller Ritter mit Rekordumsatz

Familienunternehmer Alfred T. Ritter

Die Schokoladenfabrik Ritter („Ritter Sport“) labt sich am sattesten Umsatz in ihrer 100-jährigen Firmengeschichte. Wegen steigernder Rohstoffpreise etwa für Milch, Zucker oder Nüsse sei der Gewinn des Familienunternehmens aus Waldenbuch bei Stuttgart aber im vergangenen Jahr ziemlich dünn ausgefallen, wie aus einer Mitteilung der Alfred Ritter GmbH & Co. KG vom Freitag hervorgeht.

Wegen der Belastungen im Einkauf habe Ritter kürzlich bei seinen Abnehmern im Handel die Preise „um wenige Cent“ erhöht. Die unverbindliche Preisempfehlung für die 100-Gramm-Tafel steige von 95 auf 99 Cent, sagte ein Unternehmenssprecher. „Wann die Handelskanäle das an die Endverbraucher weitergeben, wissen wir nicht.“ Die Erfahrung zeige aber, dass das in der Regel irgendwann geschehe. Zuletzt habe das Unternehmen 2008 seine Preise erhöht.

Der Umsatz kletterte um 32 Millionen Euro auf den Rekordwert von 330 Millionen Euro. Ritters Anteil am deutschen Schokoladenmarkt habe zwischen Januar und November 2011 bei einem Fünftel (20,3 Prozent) gelegen. Bei den 100-Gramm-Tafeln seien es 26 Prozent gewesen. Beide Zahlen seien eine Verbesserung. Die steigenden Rohstoffkosten drückten die Gewinnzahl merklich. „Sie bleibt leider deutlich hinter dem zurück, was wir an Umsatzplus hatten. Man darf noch nicht einmal im Ansatz annehmen, dass das in dieselbe Richtung ging“, sagte der Sprecher. Firmenchef Alfred T. Ritter sprach von einer bescheidenen schwarzen Zahl. Allein der Haselnusseinkauf für das Jahr 2012 habe sieben Millionen Euro mehr gekostet als eingeplant. (dpa)