Aktuelles
27. Januar 2012

Simba Dickie rechnet mit gebremstem Wachstum

Das Führungstrio: Firmeninhaber Michael Sieber (Mitte)
und die Geschäftsführer Uwe Weiler (l.) und Manfred Duschl (r.).

Der Bobby-Car-Hersteller Simba Dickie rechnet nach einem umsatzstarken Vorjahr für 2012 nur noch mit einem leichten Wachstum. Angesichts der leichten Konjunktureintrübung peile das Fürther Familienunternehmen für das laufende Jahr eine Steigerung der Erlöse um rund drei Prozent auf rund 640 Millionen Euro an, sagte der Chef der Simba Dickie Group, Michael Sieber, am Donnerstagabend in Fürth. „Wir dürften damit aber immer noch über den für die Gesamtwirtschaft prognostizierten Wachstumsraten liegen.“

Der Firmenchef sieht Simba Dickie auch für wirtschaftlich schwierigere Zeiten gut aufgestellt. „Wir haben ein breites Sortiment. Da gibt es auch Produkte für kleinere Kassen. Dadurch sind wir einigermaßen konjunkturunabhängig“, sagte er. Preiserhöhungen drohen den Kunden nach seiner Einschätzung in diesem Jahr nicht. Die gestiegenen chinesischen Löhne und die höheren Rohstoffkosten, von denen die Branche 2011 überrascht worden sei, seien inzwischen „eingepreist“. Simba Dickie hatte im Vorjahr die Preise für seine Produkte zwischen zwei und drei Prozent erhöht. 2011 hatte der international operierende Spielwarenhersteller seinen Umsatz um neun Prozent auf 620 Millionen Euro gesteigert. Er wuchs damit stärker als die Branche und ist mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent nach Mattel und Lego die Nummer drei auf dem deutschen Spielwarenmarkt. Dabei konnte das Unternehmen den Gewinn proportional zum Umsatz erhöhen. „Die Ertrags- und Finanzsituation der Simba Dickie Group ist unverändert gut, solide und stabil“, unterstrich Sieber. Konkrete Zahlen nannte er allerdings nicht.

Der Spielwarenhersteller will sich nach Siebers Worten künftig mit dem weiteren Ausbau eigener Fertigungsstätten noch unabhängiger von Auftragsproduzenten machen. „Bei bestimmten Produkten, etwa der Dreirad-Herstellung, sind wir dank Automatisierung schon jetzt international wettbewerbsfähig. Wir können auf diese Weise schneller auf Marktveränderungen reagieren“, erläuterte er. Zentraler Punkt der Firmenstrategie sei zudem die Erhaltung der Selbstständigkeit: „Wir wollen weiter Herr unserer Entwicklung bleiben.“ (dpa)