Aktuelles
15. März 2012

Porenbetonhersteller Xella darf dänische H+H nicht übernehmen

Der über die Marke Ytong bekannte luxemburgische Porenbetonhersteller Xella International Holding darf den dänischen Porenbetonanbieter H+H International nicht übernehmen. Das teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag in Bonn mit. Durch eine Fusion hätte Xella auf den beiden regionalen Märkten für Porenbeton in Nord- und Westdeutschland eine marktbeherrschende Stellung erlangt, hieß es in der Begründung.

Xella ist ein in 30 Ländern tätiger Baustoffkonzern mit einem Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro und bei Herstellung und Vertrieb von Porenbeton und Kalksandsteinen seit Jahren mit weitem Abstand Marktführer in Deutschland. H+H ist in 14 Ländern aktiv und stellt überwiegend Porenbetonsteine her. Mit den beiden Produktionsstätten in Wittenborn und Hamm ist H+H auf dem norddeutschen und westdeutschen Markt für Porenbeton der wichtigste Wettbewerber von Xella. Die Marktanteile beider Unternehmen zusammen liegen im Regionalmarkt Nord bei 60 Prozent und im Regionalmarkt West bei über 40 Prozent. Die nachfolgenden Wettbewerber sind deutlich kleinere, zumeist mittelständische Familienunternehmen.

Die Kartellamts-Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Unternehmen können innerhalb von vier Wochen beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde eingelegen. (dpa)