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23. Mai 2012

Bauder verbucht kräftiges Umsatzplus

Die Paul Bauder GmbH & Co. KG, ein Spezialist für das Dichten, Dämmen und Begrünen von Dächern mit Hauptsitz in Stuttgart-Weilimdorf, hat 2011 das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner langen Firmengeschichte abgeschlossen. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Jahr zuvor um über 22 Prozent von 384 auf 470 Millionen Euro. Rund 35 Prozent erwirtschaftete das Familienunternehmen mit seinen Auslandsgesellschaften. Besonders stark entwickelten sich die Märkte in Österreich, der Schweiz und in England. Neu ist eine Tochtergesellschaft in Kroatien. Die Mitarbeiterzahl wuchs um 50 auf insgesamt 750 Beschäftigte.

Viel Potenzial bei Wärmedämmung

„Wir sind ein typisch schwäbisches, mittelständisch geprägtes Unternehmen, das kontinuierlich daran arbeitet, seine Position auf dem Markt nach und nach auszubauen“, sagte Geschäftsführer Gerhard Bauder bei der Vorstellung der Zahlen. Diese Strategie habe sich in den vergangenen Jahren mehr als ausgezahlt. So habe sich der Umsatz allein seit 2002 mehr als verdoppelt. Und selbst durch die Wirtschaftkrise 2008/2009 sei das Familienunternehmen recht ordentlich gekommen. Gerhard Einsele, Geschäftleiter Marketing und Vertrieb, sieht für das Unternehmen für die Zukunft sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten: „Die Energiewende und die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren, bieten für uns ein riesiges Potenzial. Nur mit einer effizienten Wärmedämmung ist ein großer Anteil davon bei Gebäuden in Neubau und Sanierung zu schaffen. Genau hier leisten wir mit unserem Hochleistungsdämmstoff aus Polyurethan-Hartschaum für die Wärmedämmung von Steil- und Flachdächern einen enormen Beitrag“, so Einsele.

Sorge bereiten dem Familienunternehmen hingegen die hohen Rohstoffpreise. „Mit einem Anteil von über 50 Prozent sind wir ein sehr rohstofflastiges Unternehmen. So machen uns vor allem die hohen Preise bei Bitumen sehr zu schaffen. Erstmals sind selbst im Dezember und Januar die Preise für diesen Rohstoff auf hohem Niveau geblieben, obwohl die Nachfrage in diesen Monaten rückläufig war“, erzählte Gerhard Bauder. Die hohen Preise sollen aber vorerst nicht an die Kunden weitergegeben werden.

Konservativer Ausblick

Für 2012 rechnet Bauder mit einem weiteren Umsatzplus von rund sechs Prozent. Grund sei unter anderem das 2011 ausgelaufene Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Dennoch sei die magische 500-Millioen-Marke in greifbare Nähe gerückt. Auszahlen würden sich die Investitionen der vergangenen Jahre. Über 55 Millionen Euro hat die Firma unter anderem in Neubauten und in die Erweiterung der Werke in Achim und Landsberg gesteckt. „So sind wir bestens für die Energiewende gerüstet“, sagte Gerhard Bauder abschließend.