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24. Mai 2012

Familienunternehmen gehen interne Nachfolger aus

Viele deutsche Familienunternehmen haben ein ernsthaftes Nachfolgeproblem. Nach einer aktuellen Studie des Center for Family Business der Universität St. Gallen können sich von 100 befragten Studenten, deren Eltern ein Familienunternehmen leiten, lediglich 26 vorstellen, in den elterlichen Betrieb einzusteigen. Nur etwa vier Prozent wollen direkt nach dem Studium die Nachfolge antreten. Einen Einstieg in den elterlichen Betrieb innerhalb der ersten fünf Jahre nach Studienabschluss planen in Deutschland 13 Prozent der Befragten. Als Gründe werden die guten beruflichen Alternativen in Deutschland und die relativ geringe Verbindlichkeit von unternehmerischen Familienunternehmen genannt.

„Die insgesamt sehr geringe Bereitschaft, in den elterlichen Betrieb einzusteigen, ist ein alarmierendes Zeichen für die deutschen Familienunternehmen – zumal in den nächsten Jahren sehr häufig ein Generationswechsel ansteht,“, so Peter Englisch, Partner bei der Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die die Universität bei der Durchführung der Studie unterstützt hat. „Natürlich gibt es auch geeignete Nachfolger außerhalb der eigenen Familie. Langfristig erfolgreich sind aber vor allem diejenigen Unternehmen, in denen sich mehrere Generationen für die Entwicklung verantwortlich fühlen.“

Die komplette Studie kann auf der Homepage des Center for Family Business der Universität St. Gallen kostenlos heruntergeladen werden.

www.cfb.unisg.ch