Aktuelles
2. Juni 2012

Nein zum politischen Eingriff bei Schlecker

Familienunternehmer kritisieren Bsirske-Forderungen

Lutz Goebel, Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“ spricht sich entschieden gegen die Erfüllung von Verdi-Chef Fank Bsirskes Forderungen bezüglich der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker aus. Der Verbandschef kritisiert die Debatte um die Insolvenz des Familienunternehmens und unterstützt die Ablehnung der Bürgschaft für die Schlecker-Transfergesellschaft.

„Die Kunden haben sich gegen einen Einzelhändler und sein Geschäftsmodell entschieden. Das muss die Politik als Marktentscheidung mündiger Verbraucher akzeptieren. Insgesamt sind über 25.000 Arbeitsplätze im deutschen Einzelhandel unbesetzt. Wozu sollte dann eine Transfergesellschaft gut sein, außer den Wettbewerb im Handel massiv zu verzerren? Vermittlungsaufgaben kann die Bundesagentur für Arbeit viel besser erfüllen. Die Erfüllung der Forderungen von Verdi-Chef Bsirske würde Arbeitsplätze bei Schlecker-Wettbewerbern kosten, weil sie massiv den Wettbewerb verzerren würden. Es ist nicht die Aufgabe der Politik einen Bewerber am Markt zu halten, dessen Geschäftsmodell nicht funktionierte und der nicht genügend Kunden finden konnte. Die Politik sollte aus den Beispielen wie Holzmann, Opel oder Quelle gelernt haben“, sagte Goebel.