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14. Juni 2012

Studie: Gute Zeiten für Unternehmensverkäufer

Laut einer Marktstudie sind in Deutschland gute Zeiten für Unternehmensverkäufer angebrochen. „Es gibt eine Trendwende zu ihren Gunsten“, erklärte Wirtschaftsanwalt Thomas Meyding von der Großkanzlei CMS Hasche Sigle am Donnerstag in Frankfurt. Auf der Grundlage von 1.350 in Europa betreuten Übernahmen aus den Jahren 2007 bis 2011 sei klar erkennbar, dass die Verkäufer insgesamt wieder niedrigere Haftungsrisiken für die Zeit nach dem Abschluss übernehmen müssten.

Nachfrage kommt nach Ansicht Meydings von investitionsbereiten Private-Equity-Häusern ebenso wie von strategischen Anlegern etwa aus China. Die Chinesen spielten inzwischen eine aktivere Rolle und träten häufig als Interessenten für Unternehmen auf. Deutsche Mittelständler stünden dabei deutlich mehr im Fokus als Unternehmen aus anderen europäischen Ländern. „Zu einem Ausverkauf des deutschen Mittelstandes wird es aber nicht kommen“, erklärte der Wirtschaftsanwalt. Vielmehr sähen sich zahlreiche Unternehmen selbst verstärkt nach geeigneten Übernahmekandidaten im Ausland um. Es gebe allerdings auch Firmen, die in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 erkannt hätten, dass sie mit ihrer überkommenen Eigentümerstruktur für die Herausforderungen der Globalisierung nicht richtig aufgestellt seien. (dpa)