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27. September 2012

9. Kommunikationskongress eröffnet

Kommunikationskongress 2012:

Auftakt mit Bahnchef Rüdiger Grube

Heute wurde in Berlin der 9. Kommunikationskongress eröffnet. Uwe Dolderer, Präsident des Veranstalters, des Bundesverbands deutscher Pressesprecher (BdP), stellte das diesjährige Motto „Kreativität“ in den Mittelpunkt seiner Begrüßungsrede. Heute und morgen tauschen sich auf diesem Kongress Hunderte von Kommunikations- und Presseverantwortliche aus Unternehmen, Verbänden und Verwaltung aus. In vielen Best-Cases-Seminaren, Workshops und in den Partnerprogrammen werden die Facetten der Presse- und Kommunikationsarbeit diskutiert.

Den Anfang machte im Plenum Dr. Rüdiger Grube von der Deutschen Bahn. In seinem Vortrag „Die Bahn in der Welt – Kommunikation als Schlüsselaufgabe“ machte der Bahnchef deutlich, welche Bedeutung er persönlich und die Bahn der Kommunikation zumessen. „Journalisten sind unsere Partner“, sagte er und riet zu einem offenen Umgang zwischen Unternehmenskommunikation und Medien. Kommunikation sei eine Schlüsselaufgabe, vor allem für ihn als CEO der Bahn. „Fast kein anderes deutsches Unternehmen steht so dauerhaft im Fokus der Öffentlichkeit wie die Bahn“, so Grube. „Deshalb ist Kommunikation bei uns ein Teil der Strategie und ein Teil der Unternehmensleitung.“ Er selbst habe pro Woche fünf bis zehn öffentliche Auftritte unterschiedlichster Art und letztlich sei er als DB-Chef für alles verantwortlich, auch für eine verirrte Krähe sagte Grube mit Verweis auf einen Vorfall am Berliner Ostbahnhof. Dort hatte sich eine junge Krähe auf ein S-Bahn-Gleis verirrt und eine Tierschützerin war hinterher gesprungen, um das Tier zu retten. „Wir haben die Krähe gerettet und den Tierarzt bezahlt“, schmunzelte der Bahn-Chef.

Im persönlichen Dialog

In der Kommunikation wird der persönliche Kontakt nach Meinung Grubes immer wichtiger. Dazu gehöre es vor allem, zuzuhören und miteinander zu reden. Man müsse greifbar sein nach innen und außen. In erster Linie sei PR-Arbeit eine Frage der Werte, der Glaubwürdigkeit, des Respekts, der Wertschätzung und der Authentizität. Begeisterungsfähigkeit sei für einen Kommunikator unverzichtbar.

Er selbst suche stets den persönlichen Dialog. Das bringe sein Interesse an Mitarbeitern und Kunden zum Ausdruck. Als Beispiele nannte er die regionalen Bahngipfel mit den Ministerpräsidenten der Länder und Diskussionen mit Demonstranten, auf die er sich auch spontan einlasse. „Große Infrastrukturprojekte haben in Zukunft nur dann eine Chance, wenn die Bürger beteiligt werden. Wir werden nur vorankommen, wenn wir in den persönlichen Dialog treten, vor allem mit unseren Kritikern“, sagte er. „Hohe Sympathie und gesellschaftliche Anerkennung ist heute entscheidend für den Unternehmenserfolg.“ Das sei keine neue Erkenntnis, sagte Grube und zitierte zum Schluss seiner Rede aus der „Pressfibel für Eisenbahner“ von 1966: „Auch Öffentlichkeitsarbeit muss immer beruhen auf Klarheit und Wahrheit.“

www.kommunikationskongress.de