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26. September 2012

Unternehmerkinder zu politischem Engagement kaum bereit

Die meisten Unternehmerkinder in Deutschland sind zwar stark an Politik interessiert, zu politischem Engagement ist aber nur eine Minderheit bereit. Das geht aus einer Studie des Instituts für Familienunternehmen (FIF) der Zeppelin-Universität Friedrichshafen zu Deutschlands nächster Unternehmergeneration hervor, die am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde. Danach gaben 56,6 Prozent der Befragten an, sich stark für Politik zu interessieren, aber nur jeder Dritte will sich aktiv engagieren. Als Grund für die Haltung wurden vor allem Zeitmangel (31,1 Prozent) angegeben.

70 Prozent der Befragten erklärten, Kinder aus Familienunternehmen hätten eine Verantwortung für das Unternehmen. Die Mehrheit (60 Prozent) plant, in absehbarer Zeit – im Schnitt in 7,5 Jahren – Nachfolger im eigenen Familienunternehmen zu werden, nur 13 Prozent planen dies nicht und ein Viertel gab sich unentschieden. Bei ihrer politischen Präferenz im Parteienspektrum tendieren die Unternehmerkinder mehrheitlich zum bürgerlichen Lager. Bei der Sonntagsfrage sprachen sich 55,7 Prozent für die CDU/CSU aus (2010: 47,4 Prozent). Die FDP dagegen, traditionell stark im Unternehmerlager, verliert mit 18,7 Prozent (31,9 Prozent) deutlich an Zustimmung.

Befragt wurden 235 Jugendliche und junge Erwachsene aus Unternehmerfamilien im Alter zwischen 16 und 35 Jahren zu über 150 Punkten. Initiiert wurde die Untersuchung vom Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und der Stiftung Familienunternehmen. (dpa)