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20. November 2012

Schaeffler kassiert wegen sinkender Nachfrage Prognose

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat die Krise in Europa und das nachlassende Wachstum in den Schwellenländern im dritten Quartal zu spüren bekommen und senkt wegen der trüben Aussichten seine Prognose. Vor allem aus der Autobranche rechnet der Wälzlager-Spezialist im Schlussquartal mit einem erheblichen Nachfragerückgang. Auch im Maschinenbau dürfte sich die weltweite Abkühlung fortsetzen, teilte das hoch verschuldete Familienunternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Der Konzernumsatz werde in diesem Jahr deshalb nicht wie geplant um mehr als fünf Prozent, sondern nur um rund vier Prozent zulegen.

„Das Marktumfeld hat sich im Laufe des dritten Quartals weiter eingetrübt“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Geißinger. So ging das Industriegeschäft im Vergleich zum Vorjahr um rund vier Prozent zurück, während sich das Wachstum der Sparte Automotive mit knapp sechs Prozent verlangsamte. Insgesamt stiegen die Konzernerlöse zwischen Juli und September leicht um 2,5 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich auch dank der Beteiligung an Continental kräftig von 105 Millionen auf 229 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) jedoch ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast 22 Prozent auf 364 Millionen Euro zurück. (dpa)