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6. Dezember 2012

Kurzarbeitergeld wird auf zwölf Monate verlängert

Die Bundesregierung trifft Vorsorge für den Fall des wirtschaftlichen Abschwungs: Sie will das Kurzarbeitergeld von sechs auf zwölf Monate verlängern. Darauf haben sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verständigt, wie ihre Ressorts am Mittwoch bestätigten. Die Verordnung dazu liege von der Leyen bereits zur Unterzeichnung vor, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. Die wirtschaftlichen Rahmendaten seien zwar „noch gut“. Man wolle den Unternehmen aber Planungssicherheit geben.

Die Bundesregierung kommt damit einer Forderung von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Oppositionsparteien nach. Sie hatten angesichts der sich eintrübenden Konjunkturaussichten einen solchen Schritt schon seit längerem gefordert. Zuletzt war die Zahl der Kurzarbeiter auf etwa 58.000 gestiegen. Zudem lagen der Bundesagentur für Arbeit Ende November Anfragen von Unternehmen nach Kurzarbeit für 45.000 Beschäftigte vor. Derzeit dauert Kurzarbeit im Schnitt drei Monate. (dpa)