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12. Dezember 2012

Verhaltene Prognose bei Anlagenbauer Voith

Voith-Chef Hubert Lienhard

Getrübte Aussichten auf hohem Niveau: Der Heidenheimer Anlagenbauer Voith rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 nicht mit einem dynamischen Wachstum. Wegen eines schwierigen Marktumfelds etwa aufgrund der Euro-Schuldenkrise geht das Familienunternehmen mit vier Standbeinen nur von einem leichten Anstieg beim Umsatz aus und erwartet neue Aufträge nur auf Vorjahresniveau, wie Konzernchef Hubert Lienhard am Mittwoch in Stuttgart sagte. „Beim Jahresabschluss erwarten wir einen signifikant besseren als im abgelaufenen Jahr“, so Lienhard.

Das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 war vor allem aufgrund eines starken Einbruchs im klassischen Papiergeschäft belastet, wie Lienhard weiter sagte. „Das war ein gemischtes Jahr.“ Der Auftragseingang ging insgesamt um zehn Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zurück. Voith ist Spezialist für Antriebstechnik, technische Dienstleistungen für die Industrie, für die Ausrüstung von Wasserkraftwerken und für Papiermaschinen. Beim Umsatz konnte das Familienunternehmen 2011/12 zwar seinen Rekordwert vom Vorjahr leicht toppen – von 5,6 Milliarden auf 5,7 Milliarden Euro. Unterm Strich aber verdiente Voith erheblich weniger Geld. Der Jahresüberschuss ging um 43 Prozent zurück auf 114 Millionen Euro. (dpa)