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4. Januar 2013

Wöhrl übernimmt Sinnleffers

Der Nürnberger Modehändler Wöhrl übernimmt die Hagener Modekette Sinnleffers mit ihren rund 2000 Beschäftigten. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Handelsunternehmen mit 60 Modehäusern, mehr als 4.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 600 Millionen Euro, wie beide Unternehmen am Freitag in Hagen mitteilten. Die beiden Marken Wöhrl und Sinnleffers sollen erhalten bleiben und alle Häuser fortgeführt werden. Zum Kaufpreis gab es keine Angaben.

„Sinnleffers passt perfekt zu Wöhrl“, sagte Senior-Unternehmenschef Gerhard Wöhrl. Beide Ketten ergänzten sich nahezu ideal mit ihren Standorten und ihrer Geschäftsauffassung. Wöhrl erweitere mit dem Kauf seine regionale Reichweite deutlich. Wöhrl ist vor allem in Bayern und Ostdeutschland vertreten, Sinnleffers im Westen und Norden. Die Übernahme bringe beiden Seiten Vorteile bei Einkauf, Marketing und Kundenansprache, sagte Sinnleffers-Geschäftsführer Karsten Oberheide. Wöhrl sei als langfristig ausgerichtetes Familienunternehmen ein „gutes Zuhause“. Das Bundeskartellamt muss dem Geschäft noch zustimmen.

Sinnleffers war 1997 durch die Fusion aus den zwei kleineren Traditions-Modehäusern Sinn und Leffers entstanden. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener Karstadt-Quelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde. Die DIH verkauft nun ihre Anteile. Die Hagener Kette bietet überwiegend Drittmarken an. Damit könne das Angebot jederzeit dem wechselnden Käufergeschmack angepasst werden, sagte Geschäftsführer Oberheide. Im März will Sinnleffers auch in den Online-Handel einsteigen. (dpa)