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22. März 2014

Unternehmer gegen rot-grüne Vermögensteuer

Die Familienunternehmen warnen SPD und Grüne vor einer Umsetzung ihrer Steuerpläne im Falle einer Regierungsbildung. Die Einführung einer Vermögensbesteuerung sei „kreuzgefährlich“, sagte der Präsident des Verbandes „Die Familienunternehmer“, Lutz Goebel, am Donnerstag in Berlin. Eine Vermögensteuer entziehe Unternehmen erheblich Eigenkapital und so Geld für Investitionen. „Die Spuren in unserer Volkswirtschaft werden jedenfalls tief sein“, sagte Goebel laut Redemanuskript. „Am Ende stehen wir mit Frankreich im Wettbewerb darum, wer der kränkste Mann Europas wird.“ Dabei verfehlten die Steuer-Erhöhungs-Parteien ihr eigentliches Ziel völlig: „Wenn die Wirtschaft nicht mehr investiert, brechen die Steuereinnahmen ein.“

Die Summen, die Grüne und die SPD mit der Vermögensteuer einsammeln wollen, sind nach Ansicht von Goebel nur zu erzielen, wenn Betriebsvermögen mit einbezogen werden. In diesem Fall aber steige die Ertragssteuerlast um etwa 20 Prozentpunkte, teils um mehr als 30 Punkte. Bei Personengesellschaften ergebe sich eine Gesamtsteuerbelastung von 84 Prozent. Die Investitionen sackten in der Folge im Schnitt jährlich um bis zu 25 Prozentpunkte. Die von SPD und Grünen in Aussicht gestellten Freibeträge würden den Mittelstand kaum schonen. Ein Freibetrag von fünf Millionen Euro wäre schon bei einem Jahresüberschuss von 326.000 Euro nach Steuern ausgeschöpft. Alle 1.100 Marktführer aus dem Mittelstand („Hidden Champions“) in Deutschland seien davon betroffen. „Das erfolgreiche Modell des Familienunternehmens wird bedroht“, warnte Goebel mit Blick auf Defizite in der Energie- und Bildungspolitik sowie angesichts drohender Steuerlasten und steigender Lohnstückkosten. (dpa)