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18. April 2014

Familienunternehmen: Große Mehrheit für Euro

Die größten Familienunternehmen in Deutschland stehen mit breiter Mehrheit zum Erhalt des Euros: Die Bewahrung der Gemeinschaftswährung ist für acht von zehn Unternehmen von sehr hoher beziehungsweise hoher Priorität. Das ergab eine aktuelle Befragung, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) durchgeführt wurde.

Spürten noch über 60 Prozent der Befragten bei der letzten Umfrage im Herbst 2012 negative Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf ihre Geschäftstätigkeit, gaben dies jetzt nur noch etwa die Hälfe der Unternehmen an. Die größten Familienunternehmen sind insgesamt optimistisch in das Jahr 2013 gestartet. Mehr als ein Drittel der Unternehmen beabsichtigt, im Laufe des Jahres die Beschäftigtenzahl zu erhöhen. Rund 44 Prozent der befragten Unternehmen wollen 2013 ihre Investitionsausgaben steigern, und rund 57 Prozent der Unternehmen gehen von einem Anstieg ihrer Umsatzzahlen aus.

Großer Zuspruch für geltendes Erbschaftsteuerrecht

Neben dem Erhalt des Euros benannten die befragten Unternehmer die Themen Bildung, Energiekosten sowie Steuervereinfachungen als wichtigste politische Handlungsfelder. Für die Hälfte der größten Familienunternehmer ist das geltende Erbschaftsteuerrecht erhaltenswert. Falls es zu einer verfassungsrechtlich gebotenen Änderung kommt, wollen mehr als zwei Drittel der Familienunternehmer, dass das Betriebsvermögen auch weiterhin verschont bleibt. Deshalb warnt Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses: „Die rot-grünen Vorstellungen zur Erbschaft- und Vermögensteuer sind gefährlich. Sie gehen zu Lasten von Wachstum und Beschäftigung. Denn Familienunternehmer sind der Wachstumsmotor und Beschäftigungsgarant in Deutschland. Allein die größten Familienunternehmen beschäftigten 15 Prozent aller Arbeitnehmer am Standort Deutschland.“

Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.