Aktuelles
13. April 2014

Mit Mittelständlern auf Wachstumskurs

Die Hannover Finanz, Eigenkapitalpartner für den Mittelstand mit Sitz in Hannover, meldete auf ihrem Jahrespressegespräch in Frankfurt eine starke Aktivität ihrer Portfolio-Unternehmen. Mittelständische Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen kaufen derzeit passende Unternehmen dazu. Dadurch erfährt das Portfolio der Gruppe eine erhebliche Wertsteigerung. Mit ihren Beteiligungen, die durchschnittlich acht Jahre dauern, liegt die Hannover Finanz weit über dem Durchschnitt der Branche mit 4,5 Jahren Haltedauer. Im Fokus der Gruppe liegen Unternehmen mit Umsatzgrößen zwischen 20 und 500 Millionen Euro.

Auch 2012 konnte die Beteiligungsgesellschaft mit ihren derzeit acht aktiven Evergreen-Fonds wieder kräftig investieren und sechs neue Partnerschaften eingehen. Anfragen insbesondere von Familienunternehmen nehmen weiterhin zu. Der Schwerpunkt des Interesses liegt dabei auf der Sicherung der Eigenkapitalbasis und Wachstumsfinanzierungen. Für weitere Neuinvestitionen stehen rund 200 Millionen Euro bereit. Die Beteiligungsgesellschaft kann mit ihrer starken Finanzkraft und maßgeschneiderten Lösungen auf die Situation der Unternehmen individuell eingehen. Für die Gruppe stehen Partnerschaften mit dem wachstumsstarken Mittelstand weiterhin im Mittelpunkt ihrer Investitionspolitik. Neu ist die zunehmende Beteiligung an Unternehmen in Sondersituationen.

Starkes aktives Portfolio

„Das Jahr 2012 war für viele der mittelständischen Unternehmen, an denen die Hannover Finanz-Gruppe beteiligt ist, ein Jahr der Zukäufe und des Wachstums. Unsere Bereitschaft zu langfristigen Engagements ermöglicht den Unternehmern ihre über mehrere Jahre hinweg angelegten Wachstumspläne zu realisieren“, sagt Vorstandssprecher Andreas Schober. „Unsere Strategie der Nachhaltigkeit und die solide Finanzkraft zahlen sich für alle Beteiligten aus. Gemeinsam mit den Unternehmern konnten wir konzentriert an der Wertsteigerung der Unternehmen arbeiten und damit auch im Sinne unserer Investoren das Potenzial in unserem Portfolio heben. Gerade bei Zukäufen ist unsere Erfahrung aus vielen abgeschlossenen Transaktionen für Unternehmer eine wertvolle Unterstützung.“

Als Beispiel für den Trend zu Zukäufen nannte Schober die Hamburger Firma Biesterfeld, einen weltweit operierenden Distributeur für Chemikalien und Kunststoffe, der die Küttner GmbH übernahm, um den strategischen Ausbau des Segments Kautschuk und Additive weiter zu unterstützten. Die BÜFA GmbH & Co. KG, ein Familienunternehmen für Spezialchemikalien übernahm ein Joint Venture. Die Firma Henkelhausen, Industriedienstleister für Antriebs- und Energietechnik übernahm 86 Prozent an der Bremer Firma Spatz & Heitmüller. Mackprang stockte eine Minderheitsbeteiligung auf. Die Raith GmbH, ein Hersteller von Lithografiesystemen ging in Amerika auf Einkaufstour. Die Ziemann Sicherheit GmbH, ein bei Freiburg ansässiger Geld- und Wertdienstleister, übernahm die Lübecker Geldzentrale und tätigte mit der Akquisition der Firma Unicorn einen der ersten Zukäufe der Portfolio-Unternehmen der Hannover Finanz-Gruppe in diesem Jahr.

Familienunternehmen suchen Beteiligungspartner

Die Hannoveraner konnten ihr Ergebnis 2012 deutlich steigern und die Veräußerungsgewinne gegenüber dem Vorjahr fast verdoppeln. Die Gruppe tätigte sechs Neuinvestitionen in Höhe von rund 45 Millionen Euro, darunter die Ski- und Radsport Franz Ziener GMbH & Co. KG. und die Lück-Gruppe, Dienstleister für technisches Gebäudemanagement. Beide Unternehmen sind Familienunternehmen. Lück zum Beispiel ist aus einem Handwerksbetrieb entstanden, macht heute einen Umsatz von 55 Millionen Euro und wächst durch die Übernahme lokaler Handwerksbetriebe. „Die Unternehmerfamilie setzt auf das Know-how der Hannover Finanz bei Akquisitionen und hat uns als Mehrheitsgesellschafter an Bord genommen“, sagt Vorstand Jürgen von Wendorff. „Ansonsten wandten sich Familienunternehmen wieder verstärkt an uns, die eine Lösung für ihre Nachfolge erarbeiten und den Gesellschafterkreis breiter aufstellen wollten. Beispiele dafür sind die 2012 erworbenen Firmen Mackprang und Ziener.“

Zur zunehmenden Nachfrage nach Minderheitsbeteiligungen sagte von Wendorff: „Unternehmer suchen zunehmend sicheres Kapital zur Stärkung der Eigenkapitalbasis. Sie wollen auch in schwierigen Zeiten gut aufgestellt bleiben. Daher suchen insbesondere Familienunternehmen einen Eigenkapitalpartner als Minderheitsgesellschafter. So kann die Unternehmerfamilie weiterhin die Kontrolle behalten. Wir sind nach wie vor eine der wenigen Beteiligungsgesellschaften, die Minderheitsbeteiligungen mit flexibler und langfristiger Haltedauer anbieten.“ Am Ende der Beteiligungszeit stehe immer die Veräußerung der Anteile. Bei Familienunternehmen sei es oft die Familie, die die Anteile zurückkaufe.

Investieren in Sondersituationen

Von Wendorff wies darauf hin, dass die Hannover Finanz Gruppe auch in Unternehmen in Sondersituationen investiere: „Wir haben uns 2012 an der Maschinenbaufirma Teupen beteiligt und konnten dazu beitragen, dass das Unternehmen seine positive Ertragskraft wiedererlangt hat. Das Unternehmen war im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise in eine Restrukturierungssituation geraten, die wir mit dem Erwerb der Bankenforderungen beenden konnten.“ Dabei sei es für die Beteiligungsgesellschaft ausschlaggebend, dass es sich um im Kern gesunde Unternehmen mit einem sehr guten Marktpotenzial handle. „In solchen Fällen werden wir auch 2013 genauer hinschauen und uns beteiligen“, so von Wendorff.

www.hannoverfinanz.de