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12. April 2014

Mittelstand fordert mehr Forschungsgelder

Die mittelständische Wirtschaft hat sich für eine stärkere Berücksichtigung kleiner und mittlerer Firmen bei der Vergabe von Forschungsfördergeldern ausgesprochen. Die Präsidentin des Forschungsnetzwerks der Industrie AiF, Yvonne Proppert, verwies am Donnerstag darauf, dass 99 Prozent aller deutschen Unternehmen Mittelstandsfirmen seien. Diese bekämen aber nur die Hälfte aller Forschungsfördergelder. Die andere Hälfte entfalle dagegen auf das restliche eine Prozent der deutschen Wirtschaft, sagte Proppert dem Sender rbb Inforadio. Es müsse hier ein stärkeres Gleichgewicht zugunsten des Mittelstands hergestellt werden, forderte sie am Rande des 20. Innovationstages beim Bundeswirtschaftsministerium.

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) führt seit fast 60 Jahren Mittelstandsfirmen und Forschung zusammen. Hintergrund ist, dass viele kleine und mittlere Unternehmen keine eigenen Kapazitäten für Forschung und Entwicklung haben. Über das Netzwerk soll ihnen der Zugang zu neuen Technologien erleichtert werden. „Es läuft fantastisch. Aber unsere Zahlen sind noch viel zu klein“, sagte Proppert. Nach Angaben des Forschungsnetzwerks gehören etwa 100 Forschungsvereinigungen zur AiF, die von Industrie und Bund finanziert wird. Etwa 50.000 vorwiegend mittelständische Unternehmen profitierten von Forschungsergebnissen unter dem Dach der AiF. (dpa)