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20. April 2014

Unternehmer reagieren bereits auf rot-grüne Steuerpläne

Die Steuererhöhungspläne von SPD und Grünen sorgen schon jetzt für eine enorme Zurückhaltung bei Investitionen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 800 Mitgliedern der Verbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“. „Angesichts der Wahlumfragen, die ein knappes Bundestagswahlergebnis erwarten lassen, bremsen die angekündigten Steuererhöhungen bei 37 Prozent der befragten Unternehmer inzwischen die Investitionen. Insbesondere durch die Vermögensbesteuerung werden die Steuerbelastungen der Betriebe um rund 20 Prozentpunkte steigen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Verbände. 86 Prozent der befragten Familienunternehmer müssten dadurch ihre Investitionen deutlich zurückfahren, 36 Prozent sogar um mehr als die Hälfte des bisherigen Investitionsvolumens.

Irreführende Ankündigung

„Das Ergebnis hat selbst meine Erwartungen negativ übertroffen: Die Vermögensbesteuerung von SPD und Grünen wird so massiv auf die Investitionstätigkeit durchschlagen, da künftig weniger vom Gewinn für Zukunftsinvestitionen übrig bleibt. Unsere Betriebe können deshalb weniger in Forschung, neue Produkte und Anlagen investieren“, sagt Lutz Goebel, Präsident des Familienunternehmer-Verbandes. Wer eine Vermögensbesteuerung für Betriebe einführe, starte ein De-Industrialisierungs-Programm, denn sie werde vor allem vielen Familienunternehmern mit Produktionsstätten, Fuhrparks und Betriebsflächen die Grundlage nehmen, in Deutschland weiter zu investieren. Die Ankündigung von SPD und Grünen, „nur“ ein Prozent bzw. 1,5 Prozent des Vermögens zu besteuern, sei irreführend. Der Verband hat nach eigenen Angaben berechnet, dass die Gewinnbesteuerung für mittlere und größere Betriebe um rund 20 Prozentpunkte, manchmal bis zu maximal 35 Punkte steigen würde. „Das heißt, im Extremfall verbleiben nach Einkommen- oder Körperschaftsteuer plus Vermögensteuer oder -abgabe nur 15 Prozentpunkte des Gewinns“, so der Verband.

„Ökonomische Zusammenhänge ausgeblendet“

Lencke Wischhusen, Bundesvorsitzende von „Die Jungen Unternehmer“, sieht ebenfalls schwere Zeiten auf den Mittelstand zukommen, sollte die Steuerpläne von Rot-Grün Realität werden: „Diese Steuer trifft die allermeisten mittleren und größeren Betriebe mit voller Wucht. Was meinen SPD und Grüne, woher die kleinen Unternehmen ihre Aufträge bekommen? Wer unter diesen Vorzeichen behauptet, 90 Prozent der Unternehmen wären nicht betroffen, hat keine Ahnung von ökonomischen Zusammenhängen und Wertschöpfungsketten oder blendet sie komplett aus. Denn über die Hälfte der Betriebe befürchtet Auftragseinbrüche, wenn ihre Kunden künftig weniger investieren können.“

Alle Umfrage-Ergebnisse können hier online abgerufen werden.