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22. Mai 2014

Brigitte Vöster-Alber wird Ehrenbürgerin

Im Jahr des 150-jährigen Jubiläums des Familienunternehmens Geze GmbH wurde der geschäftsführenden Gesellschafterin, Brigitte Vöster-Alber, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Leonberg verliehen. Erstmals in der Geschichte der Stadt wurde diese herausragende und seltene Würdigung einer Frau zuteil. Gewürdigt wurde das seit 45 Jahren andauernde Wirken Vöster-Albers als Unternehmerpersönlichkeit an der Spitze von Geze, das sich unter ihrer Führung zu einem Weltmarktführer mit rund 2.600 Mitarbeitern entwickelte.

„Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Frau Vöster-Alber knüpfte der Gemeinderat wieder an die Entscheidung an, herausragende Akteure der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt zu ehren. Sie hat sich mit ihrem erfolgreichen Wirken in herausragender Weise um den Standort Baden-Württemberg und als Arbeitgeberin, Steuerzahlerin, Spenderin und Sponsorin in vielfältiger und herausragender Weise um die Stadt Leonberg verdient gemacht“, fasste Oberbürgermeister Bernhard Schuler die Begründung für die besondere und seltene Ehrung zusammen.

Mit Mut und Werten

1968 übernahm Vöster-Alber mit 24 Jahren von ihrem Großvater Reinhold Vöster den Vorsitz der Geschäftsführung und – in den 60er Jahren für eine Frau ungewöhnlich – große Verantwortung. Zehn Jahre zuvor hatte sich das Unternehmen mit den gesamten Fertigungsanlagen in Leonberg angesiedelt. Das Jahr 1963 prägte das Unternehmen Geze und die Stadt gleichermaßen: Bei der Feier des 100-jährigen Firmenjubiläums wurde der Grundstein des Verwaltungsgebäudes und Firmensitzes gelegt. Die Stadt Leonberg wurde zur Großen Kreisstadt erhoben. Bei Geze wurden die Grundlagen für ein modernes Industrieunternehmen geschaffen, das die Entwicklung der Stadt seither maßgeblich beeinflusst und sie bis heute als größter Arbeitgeber prägt.

Vöster-Alber lenkte das Familienunternehmen erfolgreich durch die wechselnden Konjunkturverläufe, passte es Marktveränderungen an und erreichte nachhaltiges Wachstum. Sie zeigt dabei in einem immer weniger vorhersehbaren Wirtschaftsgeschehen die Werte, die für Familien- bzw. Eigentümerunternehmer typisch sind: langfristige, zukunftsgerichtete Entscheidungen und damit unternehmerische Verantwortung für die Beschäftigten, das Schaffen und Erhalten von Arbeitsplätzen und Standorttreue. Im eigenen Technologiezentrum werden Innovationen systematisch vorangetrieben, bedeutende Summen werden in die Entwicklung modernster Produkte investiert. In ihrer Dankesrede betonte Vöster-Alber die Treue zum Standort Leonberg. Die Internationalisierung als Unternehmensstrategie mit 31 Tochtergesellschaften, davon 27 im Ausland, und Fertigungsstätten in China und Osteuropa festige die Standorte hierzulande.

Wertetradition und Zukunft verbindet die Unternehmerin auch mit ihrem großen gesellschaftlichen und sozialen Engagement. Eine Haltung ihres Großvaters, an die sie selbstverständlich anknüpfte und für welche sie im Jahr 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Die Liste der einzelnen Aktivitäten, die in Leonberg auf sie zurückgehen, ist lang und umfasst die Unterstützung der Schulen, des Hospizes, des Kreiskrankenhauses und der kulturellen Einrichtungen wie das Leonberger Stadtmuseum oder der Galerieverein.

Als Geschenk an die Stadt anlässlich des 150-jährigen Firmenjubiläums stiftete Vöster-Alber „Kreiselkunst“ am Rande der Leonberger Kernstadt. Große Symbolkraft hat bis heute die tiefe Verbundenheit, die schon Reinhold Vöster der Stadt bezeugte, als er anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 1963 die Amtskette des Oberbürgermeisters stiftete. 1964 wurde er selbst zum Ehrenbürger Leonbergs ernannt.

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