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29. Juni 2014

Schnelle Genanalyse und Spitzen-Sensoren: Mittelständler geehrt

Zwei Schwaben revolutionieren die Entschlüsselung von Erbinformationen, ein Essener liefert Sensoren in alle Welt: Für unternehmerische Spitzenleistungen haben sechs deutsche Mittelständler am Donnerstag den Wirtschaftspreis „Entrepreneur des Jahres“ erhalten. Zur 17. Auflage der undotierten Auszeichnung der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) gab es zudem einen Ehrenpreis für Familienunternehmen.

Er ging an Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell. Die Faber-Castell AG sei mit mehr als 240 Jahren Firmengeschichte eines der ältesten Familienunternehmen der Welt und stehe damit in besonderer Weise für Nachhaltigkeit, Werteorientierung und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. In der Kategorie Start-up gewannen Saskia und Dirk Biskup von der Tübinger Cegat GmbH. Ihnen sei es als ersten gelungen, alle für eine Krankheit in Betracht kommende Gene gleichzeitig zu entschlüsseln und auf bestimmte Krankheitsbilder hin zu untersuchen: Sie können rund 100 Genen in ein bis zwei Monaten untersuchen – statt in rund acht Jahren in Einzeluntersuchungen.

Als Unternehmer des Jahres in der Investitionsgüterindustrie wurde Michael Marhofer von der IFM Electronic GmbH aus Essen geehrt. Ob im Toaster, im Fahrstuhl oder einer Überwachungskamera – die Sensoren und Steuerungen der ifm seien überall zu finden, wo gemessen, gesteuert und geregelt werden müsse. Weitere Preisträger sind: Andreas Kaufmann und Alfred Schopf von der Leica Camera AG in Solms/Hessen, Alfred Keschtges und Kai Wißler vom Ingenieur-Dienstleister Invenio Group (Rüsselsheim), Ulrich Walter vom Marktführer für Bio-Tee, -Kaffee und -Gewürzen (Ulrich Walter GmbH, Diepholz/Niedersachsen), sowie Peter Samuelsen, Thomas Köhler und Stefan Grieben vom Hamburger Softwaredienstleister Novomind AG. Geehrte werden die Mittelständler für nachhaltiges Wirtschaften, innovative Technologien und starke Kundenbindung. (dpa)