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23. Juli 2014

Arbeitsgruppe Wirtschaft für steuerliche Forschungsförderung

Wirtschaftsexperten von Union und SPD haben sich auf die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung für Firmen verständigt. Damit solle es zusätzliche Anreize für den Mittelstand geben, um den Forschungsstandort Deutschland zu sichern, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag aus Verhandlungskreisen. Von der Förderung sollen besonders kleine und mittelgroße Betriebe profitieren. Details und Kosten des Programms, das zügig in der neuen Wahlperiode umgesetzt werden soll, waren noch offen. Die große Koalitionsrunde der rund 75 Verhandler muss einzelnen AG-Beschlüssen zustimmen.

Die Fachleute betonen, Deutschland müsse als führende Exportnation seinen Forschungsaufwand gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 3,5 Prozent steigern und zur weltweiten Spitze aufschließen. Die Industrie fordert seit langem staatliche Anreize für die Forschung, wie es sie in vielen Industrienationen bereits gibt. Union und SPD wollen künftig die Gründung von Firmen erleichtern. So soll es mehr Unterstützung für Geschäftsideen in der Internetwelt (Startups) geben, auch um internationale Investoren anzulocken. Grundsätzlich soll der Zuschuss für Existenzgründer als gesetzliche Pflichtleistung wieder eingeführt werden. (dpa)