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16. Juli 2014

Trumpf erwirbt chinesischen Maschinenbauer

Das schwäbische Hightech-Unternehmen Trumpf ist neuer Mehrheitseigner des chinesischen Werkzeugmaschinenherstellers Jiangsu Jinfangyuan CNC Machine Company Ltd. (JFY). Das gab das Familienunternehmen am Mittwoch bei seiner Bilanzpresse-Konferenz bekannt. „Der Erwerb der Mehrheit an diesem chinesischen Vorzeigeunternehmen stärkt uns im wichtigsten Maschinenbaumarkt der Welt“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung von Trumpf. „Es ist sehr ungewöhnlich, dass uns als Mittelständler eine solche Direktinvestition ermöglicht wurde – noch dazu im Maschinenbau, den die chinesische Regierung als Schlüsselbranche definiert hat.“ JFY produziert Werkzeugmaschinen für die Blechbearbeitung und gilt in China nach Stückzahlen als Marktführer bei Stanz- und Biegemaschinen. Auch bei Laserschneidmaschinen gewinnt das Unternehmen zunehmend an Bedeutung. JFY wurde seit 1997 privatisiert und hat seinen Sitz in Yangzhou (300 km westlich von Shanghai). Mit knapp 700 Mitarbeitern erwirtschaftete man 2012 einen Jahresumsatz von umgerechnet rund 70 Millionen. Euro. Mit der Mehrheitsbeteiligung von 72 Prozent baut Trumpf seine Stellung im chinesischen Markt weiter aus.