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6. September 2014

Deutsche Bank: 2014 vielversprechend für den Mittelstand

Für das Jahr 2014 sieht die Deutsche Bank für den heimischen Mittelstand und seine zahlreichen Familienunternehmen viele ermutigende Signale. Die Weltwirtschaft gibt den Takt vor: Sie hat erfreulicherweise ihre Schwächephase überwunden und sollte stärker und ausgewogener wachsen als in den Vorjahren. Diese Dynamik entsteht nach Überzeugung der Deutschen Bank insbesondere durch den synchronen Aufschwung in den USA, China und Europa. Dabei treiben vor allem die USA die globale Konjunktur voran.

„Wir erwarten, dass sich das Wachstum der US-Wirtschaft im neuen Jahr deutlich beschleunigen wird, von zuletzt 1,8 Prozent im Jahr 2013 auf nun 3,2 Prozent“, sagt Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank. China profitiere spürbar von anziehenden Exporten und auch Europa verzeichne wieder positives Wachstum. Dr. Stephan ergänzt: „Die chinesische Wirtschaft dürfte mit 8,6 Prozent wieder kräftiger wachsen – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf Deutschland und seine mittelständische Industrie.“

Rückenwind durch Export

Die schwache Auslandsnachfrage war lange Zeit ein Bremsfaktor für die Exportnation Deutschland. Nun dürfte das reale Exportwachstum von 0,7 Prozent auf 5,7 Prozent deutlich zulegen und dem deutschen Mittelstand weiteren Rückenwind verschaffen. Dazu Dr. Ulrich Stephan: „Die nachhaltige Verbesserung spricht für eine wirtschaftlich sehr solide Situation. Die anziehende globale Konjunkturdynamik bleibt jedoch für die Geldpolitik in den Industrieländern nicht ohne Folgen. So dürfte 2014 zwar wirtschaftlich ein insgesamt positives, für die individuellen Belange im deutschen Mittelstand jedoch zugleich herausforderndes Jahr werden.“

Investitionsfreudiger Mittelstand

Angesichts der verbesserten weltpolitischen Großwetterlage kommt es für den deutschen Mittelstand nun darauf an, eine individuelle Finanzierungsstrategie zu erarbeiten: „Mittelständler sind heute im Schnitt in 16 Auslandsmärkten aktiv“, erläutert Thomas Keller, Leiter Firmenkunden der Deutschen Bank in der Region Württemberg. „Der deutsche Mittelstand erwartet deshalb von seiner Bank verlässlich alle Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand, vom klassischen Kredit über Kapitalmarktfinanzierung bis zur Zins- und Währungsabsicherung für importierende und exportierende sowie im Ausland produzierende Firmen.“

Anders als in den USA finanzieren sich deutsche Unternehmen mehrheitlich über Bankkredite. Im Gegensatz zu anderen Instituten hat die Deutsche Bank in den vergangenen Monaten mehr Kredite an mittelständische Unternehmen ausgegeben. Das Kreditbuch der Deutschen Bank umfasst in Deutschland ein Volumen von mehr als 180 Milliarden Euro und soll erheblich ausgeweitet werden: „Im Zusammenhang mit unserer Wachstumsstrategie werden wir auch unsere Kreditvergabe entsprechend an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen“, betont Thomas Keller.

Buchstäblich existenziell: Unternehmensnachfolge

Ein weiteres wichtiges Thema, gerade für Familienunternehmen, ist die Unternehmensnachfolge. Jährlich steht in 22.000 Unternehmen in Deutschland die Regelung der Nachfolge an, allen voran in Unternehmen des Dienstleistungssektors, gefolgt vom produzierenden Gewerbe. „Allerdings haben schon heute vier von zehn Firmen Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Nachfolger“, sagt Thomas Keller und fügt hinzu: „Auch bei diesem existenziellen Thema stehen wir Unternehmern für die Übergabe und Übernahme zuverlässig mit kompetenter Beratung und intelligenten Finanzierungs- und Anlagekonzepten zur Seite.“

Auch mit Blick speziell auf die Region Württemberg stehen die Zeichen auf Grün: „Wir blicken mit Zuversicht auf unseren regionalen Markt. In kaum einer anderen Region auf der Welt sind die Unternehmen traditionell so international ausgerichtet wie in Württemberg. Sei es, dass sie die Auslandsmärkte durch Exporte aus der Heimatregion bedienen oder dass sie in ihrer Wertschöpfungskette ausländische Standorte integriert haben. Von der anziehenden weltweiten Nachfrage werden die heimischen Unternehmen mit ihren innovativen Angeboten überdurchschnittlich profitieren. Die stabile Binnennachfrage – auch und gerade im Immobiliensektor – wird für zusätzliche Wachstumsimpulse sorgen“, stellt Thomas Keller fest.