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4. September 2014

Familienstreit bei Tönnies geht weiter

Der Prozess um die Vorherrschaft beim größten deutschen Schlachtkonzern Tönnies ist auf den 14. März vertagt worden. Ein wichtiger Zeuge, der Steuerberater des Konzerns und Testamentsvollstrecker zweier Erben, war am Freitag, 10. Januar, nicht vor dem Landgericht Bielefeld erschienen. Er hatte sich krankgemeldet.

In dem Verfahren klagt Robert Tönnies gegen seinen Onkel Clemens. Es geht um das doppelte Stimmrecht, das Clemens Tönnies im mächtigen Gesellschafterausschuss des westfälischen Familienunternehmens die Entscheidungsmacht sichert. Beide Seiten halten je 50 Prozent der Anteile. Als Zeugen sollten am Freitag unter anderem Roberts Mutter und sein Bruder aussagen. Eine Entscheidung noch am Freitag sei aber unwahrscheinlich, hatte es vor Verhandlungsbeginn geheißen.

Clemens Tönnies (57), Aufsichtsratschef des Fußballclubs Schalke 04, und der Sohn (35) seines verstorbenen Bruders Bernd streiten sich seit Jahren. Am Landgericht ist ein zweites Verfahren anhängig. Darin fordert Robert Tönnies einen Fünf-Prozent-Anteil zurück, den er 2009 seinem Onkel geschenkt hatte. (dpa)