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23. Oktober 2014

Brigitte Vöster-Alber wird 70

Am 23. März 2014 feiert die Geschäftsführende Gesellschafterin der Geze GmbH, Brigitte Vöster-Alber, ihren 70. Geburtstag. Seit 1968 lenkt sie die Geschicke des Unternehmens, das mit fast 2.600 Mitarbeitern weltweit zu den führenden Anbietern von Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik zählt: bodenständig, kämpferisch und mit einem großen Herzen. Unternehmenswachstum aus eigener Kraft und eine möglichst große Unabhängigkeit, nicht zuletzt durch eine hohe Eigenkapitalquote: Das ist das Erfolgsrezept von Brigitte Vöster-Alber.

Seit sie 1968 nach dem Tod ihres Großvaters Reinhold Vöster mit nur 24 Jahren die Führung des Familienunternehmens übernahm, hat sie nachhaltiges Wachstum, eine gefestigte Marktstellung und sichere Arbeitsplätze geschaffen. Das Produktportfolio sowie auch das Auslandsgeschäft hat sie kontinuierlich ausgebaut. Heute steigert das Unternehmen mit Fertigungsstätten in China und Osteuropa, 31 Tochtergesellschaften sowie zahlreichen Vertriebsrepräsentanzen seine Wachstumsraten. Das erfolgreiche Auslandsgeschäft festigt die Standorte hierzulande und ist damit zugleich ein Bekenntnis der Unternehmerin Brigitte Vöster-Alber zum Stammsitz Leonberg und dem Standort Deutschland. „Wir sind davon überzeugt, dass nur hier die Qualität der Mitarbeiter den rasant wachsenden Anforderungen standhalten kann“, sagt die Unternehmerin. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, dem Markenzeichen ‚made in Germany‘ wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient.“

Mutig immer einen Schritt voraus denken

Als Vöster-Alber die Geschäftsführung übernahm, waren Frauen in Führungspositionen noch lange nicht üblich. „Ich wusste immer genau, was es bedeutet, nach dem allzu frühen Tod meines Vaters von meinem Großvater den alleinigen Vorsitz eines Familienunternehmens übertragen zu bekommen“, sagt die Geze-Chefin. Die gezielte Förderung von Frauen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat die Firmenchefin stets forciert. Ihr unternehmerischer Mut hat sich von Beginn ihrer Laufbahn an immer ausgezahlt. So trennte sie sich etwa in den achtziger Jahren von der beliebten Skisparte. Bereits seit 1898 hatte das Unternehmen Skibindungen gefertigt, bei den Olympischen Winterspielen 1936 gewannen die Skirennfahrer Christel Kranz und Franz Pfnür Gold mit der Geze-„Kandahar“-Skibindung. „Die Trennung von der populären Sparte war für meine Mutter sicherlich keine leichte Entscheidung, aber sie markierte für das Unternehmen den Startschuss in eine noch erfolgreichere Zukunft“, kommentiert Andrea-Alexandra Alber, Geschäftsführerin Strategie und Marketing. „Fortan konnten wir uns ganz auf moderne Türschließsysteme und Fensterlösungen konzentrieren und das Exportgeschäft weiter ausbauen.“

Auch die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 überstand das Unternehmen mit Vöster-Alber an der Spitze unbeschadet. 2009 investierte Geze sogar aus eigener Kraft 29,6 Millionen Euro in Expansionsaktivitäten. „Wer auch in Krisenzeiten aktiv bleibt, kann großes Potenzial daraus schöpfen“, ist Vöster-Alber überzeugt.

Großes Engagement über das Unternehmen hinaus

Unternehmertum ist für Vöster-Alber seit jeher verbunden mit gesellschaftlichem Engagement. Eine Haltung ihres Großvaters, an die sie anknüpfte und für die sie 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Im Jahr des 150-jährigen Firmenjubiläums 2013 folgte eine weitere Ehrung: Die Stadt Leonberg würdigte Vöster-Alber für ihr unternehmerisches und soziales Engagement mit der Ehrenbürgerwürde. Am Herzen liegen ihr etwa Projekte wie die Unterstützung der Stuttgarter „Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.“, hier ist sie Mitglied des Kuratoriums, oder des Kinderhilfswerks „Plan International“. Auch Sponsoring-Aktivitäten für Kunst, Kultur und Sport haben für die vierfache Mutter einen hohen Stellenwert. Vor allem dem Reitsport ist die Tierfreundin Vöster-Alber sehr verbunden. Das Zusammensein mit ihren Pferden und Hunden ist für die Jubilarin, die eigentlich gerne Tiermedizin studiert hätte, ein wichtiger Ausgleich zu ihrer Unternehmertätigkeit. „Ich könnte jederzeit loslassen“, so ihre Antwort auf einen möglichen Rückzug aus der Führungsspitze. Aber noch möchte die Unternehmerin nicht. Wie ihr Großvater einst mit ihrem Vater führt sie das Unternehmen in konstruktiver Zusammenarbeit mit drei ihrer vier Kinder – eine Tochter wählte den Arztberuf außerhalb der Firma. Ihr Rat wird von der Mutter gerne angenommen, da er nicht nur betrieblich motiviert ist.