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29. Oktober 2014

Umfrage: Familienunternehmen warnen vor Standortnachteil durch Energiewende

Die großen Familienunternehmen fürchten wegen der Energiewende und hoher Stromkosten eine sinkende Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Nach einer am Dienstag in Berlin vorgelegten Umfrage meint fast die Hälfte, dass der Ökostromausbau im Zuge der Energiewende zu einem deutlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz im Ausland wird. Jedes dritte große Familienunternehmen hält es für denkbar, in den nächsten zwei Jahren Bereiche ins Ausland zu verlagern. Vor dem Energiegipfel im Kanzleramt appellierte BDI-Vizepräsidentin Ingeborg Neumann an die Länder, nicht nur auf ihre Partikularinteressen zu setzen, sondern die Energiewende zum Erfolg zu führen.

Noch fällt das Urteil insgesamt positiv aus: 83 Prozent halten die Bedingungen hierzulande für besser als im internationalen Vergleich, wie aus der Umfrage des Industrieverbands (BDI), der Deutschen Bank und des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) hervorgeht. Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die in den kommenden zwei Jahren über Firmenzukäufe wachsen wollen, planen dies in Deutschland. Für 2014 erwarteten zwei Drittel eine gute bis sehr gute Wirtschaftslage. Rund 40 Prozent wollen die Investitionen im laufenden Jahr erhöhen. Befragt wurden rund 400 der 4500 größten Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro.