Aktuelles
13. November 2014

Familienunternehmer fordern zügigen Abbau der kalten Progression

Der Verband „Die Familienunternehmer“ unterstützt die Forderung, die kalte Progression abzubauen. „Es wird Zeit, eine der größten steuerlichen Ungerechtigkeiten auszumerzen“, sagte Verbands-Präsident Lutz Goebel, und ergänzte: „Die Große Koalition sollte endlich denjenigen Menschen etwas zurückgeben, die die Rekordsteuereinnahmen gemeinsam mit den Unternehmen erwirtschaftet haben. Steuern und Abgaben fressen einen enormen Teil der Löhne auf. Und wegen der kalten Progression bleibt von einer Lohnerhöhung am Ende oft kaum etwas übrig.“ In manchen Fällen würde man sogar schlechter dastehen als vorher. „Statt einer Mindestlohndebatte sollte eine Brutto-Netto-Debatte geführt werden“, forderte er.

Scharf kritisiert er die Blockadehaltung der SPD: „Bisher blockierte die SPD den Abbau der kalten Progression – diesmal mit dem Argument der notwendigen Gegenfinanzierung. Es ist schon verwunderlich: Auf einmal legt die SPD Wert darauf, wie etwas langfristig finanziert werden soll? Beim Rentenpaket scheint ihr das nicht wichtig zu sein.“ Und wenn man es genau nehme, breche die CDU mit ihrem Ja zur kalten Progression ihr zentrales Wahlversprechen.