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30. November 2014

R. Stahl wehrt sich weiter gegen feindliche Übernahme

Der Explosionsschutz-Spezialist R. Stahl ist weiterhin sicher, die feindliche Übernahme durch das Detmolder Unternehmen Weidmüller abwehren zu können. „Ein Verkauf kommt nicht infrage“, sagte Jochen Stahl, Sprecher des Konsortiums der Familienaktionäre von R. Stahl, der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“.

Der Elektronikhersteller Weidmüller konnte sich dem Bericht zufolge bis zum 26. Juni weniger als fünf Prozent der Anteile sichern. Die beiden Gründerfamilien der R. Stahl AG im baden-württembergischen
Waldenburg halten gut 50 Prozent der Anteile. Sie hatten sich Ende April schriftlich dazu verpflichtet, ihre Anteile nicht zu veräußern.

Weidmüller macht sich deshalb nach eigenen Angaben aber keine Sorgen. „In solchen Transaktionen werden die meisten Aktien in den letzten Tagen vor Ende der Annahmefrist eingereicht“, teilte der
Finanzvorstand der Weidmüller-Gruppe, Harald Vogelsang, am Samstag mit. „Wir haben schon von vielen Investoren signalisiert bekommen, dass sie sich erst in den letzten 24 Stunden des Angebots entscheiden.“ Die Frist läuft am 1. Juli ab.

Das Unternehmen bleibe zuversichtlich, dass einige Familienmitglieder bei R. Stahl das Potenzial eines Zusammengehens beider Unternehmen erkennen und den Mut aufbringen würden, eigenständig zu entscheiden, sagte Vogelsang. (dpa)