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6. November 2014

Übernahmeangebot für R. Stahl

Das westfälische Elektrounternehmen Weidmüller will den börsennotierten Explosionsschutz-Spezialisten R. Stahl übernehmen. Weidmüller mit Sitz in Detmold machte den Aktionären von R. Stahl am Donnerstag ein entsprechendes Angebot in Höhe von 47,50 Euro je Anteilsschein, wie das Familienunternehmen mitteilte. Somit ist das gesamte baden-württembergische Unternehmen mit gut 306 Millionen Euro bewertet.

R. Stahl erklärte in einer Mitteilung, Vertreter der Firma Weidmüller hätten das Gespräch mit dem Familienkonsortium (Hauptaktionär) gesucht. Das Familienkonsortium habe eine Aufnahme von Gesprächen aber abgelehnt. In der Vergangenheit sei R. Stahl häufiger mit Anfragen dieser Art konfrontiert worden. „In all diesen Fällen hat das Familienkonsortium zum Unternehmen gestanden, um die Unabhängigkeit weiter zu bewahren.“ Der Vorstand sei der Meinung, an die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte anknüpfen und das Unternehmen in seiner jetzigen Form weiter erfolgreich in die Zukunft führen zu können. „Deshalb konzentrieren wir uns weiterhin auf unsere Kernkompetenzen. Derzeit liegen uns noch keine Details zu dem Übernahmeangebot vor. Wir werden uns in gesetzlich vorgeschriebener Weise äußern, sobald das konkrete Angebot vorliegt.“

Weidmüller ist ein Familienunternehmen und im Bereich Elektrotechnik aktiv. Vor dem Übernahmeangebot habe es „konstruktive Gespräche“ mit dem Management von R. Stahl gegeben, sagte Weidmüller-Finanzvorstand Harald Vogelsang. Die Angebote beider Unternehmen würden sich ergänzen. R. Stahl ist Anbieter elektrischer und elektronischer Produkte sowie von Systemen für den Explosionsschutz. Das Spektrum reicht von explosionsgeschützten Schaltgeräten, Tastern und Leuchten bis zu Steuerungen kompletter Systeme. (dpa)