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6. Januar 2015

KfW: Geschäftserwartungen im Mittelstand eingebrochen

Politische Spannungen wie der Ukraine-Konflikt und das schwache Wachstum in der Eurozone haben die Stimmung der mittelständischen Unternehmen in Deutschland erheblich eingetrübt. Im August brachen ihre Geschäftserwartungen ein, wie die KfW-Bankengruppe am Mittwoch bei der Vorlage des KfW-Ifo-Mittelstandsbarometers in Frankfurt berichtete. Auch die aktuelle Lage beurteilten die Betriebe nicht mehr so positiv wie zuletzt. Zwar sei die Lage insgesamt noch immer gut. „Aber die Euphorie vom Jahresanfang hat sich gelegt“, erklärte die KfW. Die Eintrübung des Geschäftsklimas geht einher mit dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal. KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner erwartet zwar, dass die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder Fahrt aufnimmt. Dennoch belasteten ungelöste Probleme der Stimmung. „Die Unternehmen brauchen einen Kurs für Europa, mehr öffentliche Investitionen und Zuversicht in der Energiewende“, sagte er. Die dann verbleibenden Unsicherheiten seien immer noch groß genug. (dpa)