Aktuelles
22. Januar 2015

Kunstförderung im Kleinen

Nicht jedes Familienunternehmen kann sich Kunstförderung im großen Rahmen leisten wie etwa Stihl oder Würth. Die PR-Agentur Sympra in Stuttgart zeigt schon seit Jahren, dass es auch im Kleinen geht. Zweimal im Jahr gibt es eine Vernissage, für die die Büroräume der Agentur mit Kunstwerken ausgestattet werden, mal von einem Künstler, mal von mehreren. Die Werke können dann während der Bürozeiten bewundert und natürlich auch beim Künstler erworben werden. Auf diese Weise profitieren alle – Künstler, Mitarbeiter und das Unternehmen.

Am 9. Oktober hatte die Agentur wieder zu einer Vernissage geladen und fast 100 Gäste folgten der Einladung. „Unsere Geschäftsräume in einer Villa in Halbhöhenlage bieten einen sehr schönen Rahmen für Ausstellungen“, sagt Geschäftsführer Helmut von Stackelberg. „Es ist uns eine Freude, den Künstlern hier eine Möglichkeit zur Präsentation ihrer Werke zu geben.“

In den kommenden Monaten arbeiten die Sympra-Mitarbeiter inmitten der Werke der Künstlerin Monika Sieveking. Die agile 70-Jährige hat an der Universität der Künste, Berlin-Charlottenburg studiert, war Meisterschülerin bei Heinz Trökes und ist seit 1970 freischaffende Künstlerin. Außerdem engagiert sie sich als Dozentin in Sommerakademien, Jugendkunstschulen, Malgruppen und Frauenprojekten.

Das Besondere im Alltäglichen entdecken

Sieveking betrachtet sich als „künstlerische Handwerkerin“. Ihre Themen sind vielfältig. Inspiration dafür holt sie sich in Studienaufenthalten und unterwegs. Ein Jahr lebte sie zum Beispiel auf der italienischen Vulkaninsel Stromboli, was sie dazu inspirierte, sich künstlerisch mit Feuer auseinanderzusetzen. Rotkäppchen und der Wolf, eine alte Dame, die mit einem überdimensionierten Rechen ihren Gemüsegarten vor dem Containerhafen in Bremen zu beschützen versucht, alltägliche Gegenstände, besondere Landschaften oder das Thema Balance – Menschen im Handstand, auf einem Ball oder einer Leiter balancierend. Sieveking ist nicht beschränkt auf einige wenige Themen, sondern greift in ihren Bildern die gesamte Bandbreite des Lebens auf.

Von Stackelberg, der die Künstlerin vorstellte, sagte: „Was einem Laudator das Leben schwer macht: Man kann Monika Sieveking nicht in eine Schublade einordnen. Sie ist thematisch so vielfältig, dass jede Schublade platzen würde.“

Tipp: Die Ausstellung in der Stafflenbergstraße 32 in Stuttgart ist bis 27. Februar 2015 dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung zu besichtigen.

www.monika-sieveking.de

www.sympra.de