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19. Februar 2015

Stiftung Familienunternehmen: Studie und Broschüre zur Erbschaftsteuer

Am 17. Dezember wird das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer erwartet. Familienunternehmen und Mittelstand fürchten massive Auswirkungen auf die Unternehmensnachfolgen. „Dieses Urteil hat große Tragweite für die weitere Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft, die wie kaum eine andere in Europa von großen, weltweit agierenden Familienunternehmen geprägt ist. Die Verschonung von Betriebsvermögen ist gerade in einer Phase, in der Bremsspuren der Konjunktur sichtbar werden, ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung von Unternehmen“, sagt Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Familienunternehmen.
Die positiven Effekte des Verschonungsabschlags, der seit 2009 beim Generationenübergang für die Unternehmen gelte, belege eine aktuelle Studie des ifo-Instituts aus diesem Jahr. Danach schätzen 65,9 Prozent der Familienunternehmen, dass sie bei einem Wegfall der Begünstigung von Betriebsvermögen im Erb- oder Schenkungsfall ihre Investitionen senken müssten. „Die Verschonung wird den Unternehmen nicht geschenkt, sondern ist an sehr enge Bedingungen geknüpft. Sie müssen dafür Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren geben“, unterstreicht Hennerkes.
91 Prozent der 2,7 Millionen Firmen in Deutschland sind nach Angaben der Stiftung Familienunternehmen und damit direkt von Veränderungen bei der Erbschaftsteuer betroffen. Ausländische oder in öffentlicher Hand befindliche Unternehmen seien dagegen nicht oder nur in sehr viel geringerem Maß von der Erbschaftsteuer belastet, hebt die Stiftung hervor. Die Studie „Auswirkung der Erbschaftssteuer auf Familienunternehmen“ gibt es hier als Download. Zudem wurde eine Broschüre mit dem Titel „Die steuerliche Belastung von Familienunternehmen beim Generationswechsel. Daten und Fakten zur Rolle des Betriebsvermögens“ veröffentlicht.

www.familienunternehmen.de