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23. März 2015

Familienunternehmer: Draghi spaltet die Eurozone

Der Verband „Die Familienunternehmer“ kritisiert die Entscheidung der EZB, nun in großem Stil Staatsanleihen zu kaufen. „Draghi wird die Eurozone weiter spalten“, warnt Lutz Goebel, Präsident des Verbands. „Die ablehnenden Signale aus stabilitätsorientierten Ländern wie den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland hat die EZB fatalerweise missachtet. Jetzt gibt die EZB ausgerechnet den politischen Kräften Rückenwind, die den Bürgern vorgaukeln, dass Europa auch ohne Reformen und Schuldenabbau wieder auf die Beine kommt.“

Goebel weiter: „Das Kursfeuerwerk an den Börsen ist keineswegs ein Indiz für eine Stabilisierung der Eurozone. Im Gegenteil: Künstlich niedrige Zinsen machen unsolide und hochriskante Investitionen attraktiv. Gleichzeitig sind die Sparer die Dummen. Hinzu kommt, dass eine massive Euro-Abwertung viele Probleme wie z. B. teure Importe und Rohstoffe mit sich bringt. Unternehmen werden auf Dauer träge und büßen ihre Wettbewerbsfähigkeit ein, wenn man sich auf schwachen Wechselkursen ausruht. Die Wirtschaft in Italien ist hier ein mahnendes Beispiel.“