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29. März 2015

German Leadership Award 2015 für Trumpf

Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG, hat den German Leadership Award 2015 bei der festlichen Preisverleihung am 24. Januar 2015 in Brenners Park-Hotel & Spa in Baden-Baden entgegen genommen. Die standhafte Krisenbewältigung und die flexiblen Arbeitszeitmodelle des Familienunternehmens haben die
Jury überzeugt.

Die deutschen Alumni des Collège des Ingénieurs, eine europäische Management-School zur Förderung herausragender Ingenieure, haben den German Leadership Award im Rahmen ihres jährlichen Alumni-Konvents in Baden-Baden initiiert. Das Collège des Ingénieurs ist seit 30 Jahren
bei den Innovationsunternehmen in Deutschland, Frankreich und Italien fest verankert. Der Preis zeichnet Unternehmen oder einzelne Persönlichkeiten aus, die Leadership auf innovative und erfolgreiche Art und Weise in ihrem Arbeitsumfeld einsetzen.

Trumpf hat die Jury aufgrund der langfristigen Unternehmensführung überzeugt. So hat die Geschäftsführung beispielsweise in der massiven Krise 2008 und 2009 entschieden, keine Mitarbeiter zu entlassen, weil sie in guten Jahren wieder gebraucht werden. Das Ditzinger Familienunternehmen konnte und wollte es sich leisten, nicht nur kurzfristig betriebwirtschaftlich zu argumentieren, sondern langfristig und aus einem starken Verantwortungsgefühl heraus zu handeln. „Es darf keinen Unternehmenserfolg um jeden Preis geben“, sagte Dr. Leibinger-Kammüller in ihrer Dankesrede. „Gute Führung bedeutet ein Ja zu Projekten von Mitarbeitern, die in den nächsten zwei bis drei Jahren erstmal keinen Return of Investment bringen. Es bedeutet auch die Freiheit zu scheitern, aber natürlich nicht zu oft“, fügte sie mit einem Lächeln hinzu.

Vorbildliche Arbeitszeitmodelle

Statt Entlassungen hat Trumpf deshalb Arbeitszeitkonten und eine Kurzarbeitsphase eingeführt. Die reduzierte Arbeitszeit wurde mit Angeboten zur Weiterqualifizierung und mit Maßnahmen zur
Horizonterweiterung ausgeglichen: Führungkräfte sind dann auch einmal in der Kantinen-Küche zu finden gewesen. Alle zwei Jahre kann jeder Mitarbeiter je nach Lebensphase seine Arbeitszeit neu festlegen, mit einem Spielraum von 15 bis 40 Wochenstunden. Dr. Leibinger-Kammüller folgt mit ihren Maßnahmen ihrer generellen Leitlinie, dass man Mitarbeiten kein Geld wegnehmen könne, da sie ihren Verdienst brauchen. Man könne sie aber stattdessen davon überzeugen, mehr zu leisten, so die Unternehmerin.

Lars Wagner, Vorsitzender der Jury und Vice President bei Airbus, sagte in seiner Laudatio, dass Trumpf von einer fairen, sozial engagierten und integrativ kultivierten Unternehmens- und Führungskultur geprägt sei. In beeindruckender Weise würden technologische Innovation, wirtschaftlicher Erfolg und standhafte Krisenbewältigung miteinander vereint. Besonders das maßgeschneiderte Arbeitszeitmodell sei bis heute ein Vorbild in Deutschland, begründete er die Entscheidung der Jury. Zum Abschluss ermunterte er alle anwesenden jungen Manager, dem Beispiel von Trumpf und von Dr. Leibinger-Kammüller zu folgen und diesen erfolgreichen Leadership-Ansatz in ihren jeweiligen Unternehmen zu multiplizieren.