Aktuelles
21. Mai 2015

Beteiligungskapital für Nachfolge und Wachstum von Familienunternehmen.

Die Hannover Finanz Gruppe meldet mit dem Einstieg bei der Deurotech Group GmbH die erste neue Beteiligung für 2015 und mit dem jetzt abgeschlossenen Verkauf der Anteile an der österreichischen Schrack-Gruppe eine der erfolgreichsten Veräußerungen in der Firmengeschichte. Der Eigenkapitalpartner mit Sitz in Hannover und Wien hat sich bei Unternehmern und ihren Familien eine hohe Akzeptanz mit seinen speziell für mittelständische Unternehmen maßgeschneiderten Beteiligungsmodellen erarbeitet. Insbesondere schätzen Mittelständler die Bereitschaft der Gruppe zu langfristigen Engagements. Auch 2014 stiegen die Anfragen von Familienunternehmen weiter an.

„Das Jahr 2014 war für die Hannover Finanz nach dem von Verkäufen geprägten Jahr 2013 wieder ein Jahr der Portfolioerweiterung. Unser aktuelles Portfolio hat viel Potenzial und weist einen Zuwachs der stillen Reserven auf. Im Jahr 2014 stiegen die Anfragen von Familienunternehmen, die nicht nur ihre Nachfolge regeln, sondern auch ihre Wachstumschancen realisieren wollen, weiter an. Mittelständische Unternehmen ab einer Umsatzgröße von 20 Millionen Euro sehen in uns weiterhin den idealen Partner für die Weiterentwicklung ihrer Unternehmen. Wir sind offen für Anfragen aus allen Branchen“, blickt Andreas Schober, Sprecher des Vorstands der Hannover Finanz Gruppe, auf die Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 zurück.

Trend zu Beteiligungskapital für Nachfolgelösungen hält an

Die Hannover Finanz verzeichnet auch im aktuellen Geschäftsjahr eine ansteigende Nachfrage von Familienunternehmen nach Beteiligungskapital zur Vorbereitung oder Realisierung der Unternehmensnachfolge
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„2014 haben wir in einer Studie Familienunternehmen befragt und feststellen können, dass Familienunternehmer zwar Gesellschafter bleiben wollen, aber einer Lösung der Nachfolgeregelung mit Unterstützung eines Eigenkapitalpartners positiv gegenüberstehen“, kommentiert Vorstand Jürgen von Wendorff den anhaltenden Trend. „Ein weiteres Ergebnis der Studie hat sich auch bei unseren neuen Beteiligungen gezeigt: Immer mehr Unternehmen wollen sich Verstärkung von außen in die Unternehmensspitze holen, um sich für die Zukunft breiter aufzustellen und die Nachfolge abzusichern. So hat das österreichische Familienunternehmen Simplon in der Hannover Finanz ganz bewusst einen Partner und Mehrheitsgesellschafter zur Vorbereitung der Nachfolge gesucht und direkt nach unserem Einstieg die Unternehmensspitze mit einem weiteren Manager verstärkt. Auch die Koller-Gruppe hat gleich nach unserem Einstieg als Mehrheitsgesellschafter einen weiteren Geschäftsführer ins Unternehmen geholt. Ähnlich liegt der Fall bei dem Unternehmen Knoth, das die Nachfolge mit unserer Unterstützung als Mehrheitsgesellschafter gelöst hat. Sowohl das bereits vorhandene Management als auch ein Manager von außen übernahmen Anteile. Die Unternehmerfamilie bleibt dem Unternehmen weiterhin als Gesellschafter verbunden.“

Auch bei der Hamburger IPH Image Production GmbH handele es sich um die Realisierung einer Nachfolge, so von Wendorff weiter. Neu sei in diesem Jahr die Verbindung von Wachstumsfällen bei gleichzeitiger Vorbereitung der Nachfolge, stellt der Vorstand fest. Außerdem werde von dem Eigenkapitalpartner eine sehr enge Zusammenarbeit erwartet. „Unsere Expertise und Erfahrung aus 36 Jahren Beteiligungsgeschäft wird mit deutlich steigender Tendenz nachgefragt. Wir haben dafür ein breit aufgestelltes Team aus Menschen, die sowohl Erfahrungen aus der Industrie als auch aus dem Finanzbereich mitbringen“, sagt von Wendorff.

Starke Aktivität in Österreich

2014 hat die Beteiligungsgesellschaft insgesamt über 73 Millionen Euro in sechs neue Beteiligungen und sieben Folgeengagements investiert. „Im letzten Geschäftsjahr kamen auch Projekte aus dem Vorjahr zum Abschluss. Wir nehmen uns Zeit für Gespräche mit mittelständischen Unternehmern, um gemeinsam maßgeschneiderte Beteiligungsmodelle erarbeiten zu können. Zu den neu hinzugewonnenen Unternehmen gehören auch österreichische Mittelständler. Wir sind seit über 15 Jahren mit einem eigenen Büro im österreichischen Markt aktiv. Mit unserem Wiener Team können wir sowohl vor Ort als auch im süddeutschen Raum und der Schweiz agieren. In Österreich ist der Mittelstand kleiner als in Deutschland, sodass wir dort auch in wachstumsstarke Unternehmen ab einer Umsatzgröße knapp unter 20 Millionen Euro investieren“, beschreibt Schober die österreichischen Aktivitäten.

Neu im Portfolio sind unter anderem das 1961 gegründete österreichische Familienunternehmen Simplon Fahrrad GmbH (Umsatz 2014: 19 Millionen Euro), weltweit bekannt für seine individuell zusammenstellbaren Premiumfahrräder aus Carbon, die Knoth Automation GmbH, ein 1965 gegründetes Wiener Familienunternehmen (Umsatz 2014: 14 Millionen Euro) mit einem patentierten Verfahren für die Reinigung von Werkstücken für die Automobilindustrie und die 1979 gegründete IS Inkasso Service GmbH (Umsatz 2014: 16 Millionen Euro) mit Sitz im österreichischen Linz, ein Dienstleister im Bereich des Forderungsmanagements.

Erstes Investment 2015 abgeschlossen

Mit dem Erwerb von 74 Prozent der Anteile an der Deurotech Group GmbH (Umsatz 2014: 65 Millionen Euro) schloss die Hannover Finanz kürzlich das erste Neuengagement für 2015 ab. Anlass für die Beteiligung war die Bündelung von vier Unternehmen in der neu gegründeten Holding. Neben der im österreichischen Hard ansässigen Deurowood Produktions GmbH, die sowohl Additive zur Steuerung chemischer Abläufe bei der Imprägnierung von Papier und Holzoberflächen als auch andere Chemikalien zur Verbesserung von Oberflächeneigenschaften herstellt, gehören zur neu aufgestellten Gruppe künftig auch die ursprünglich 1928 gegründete VITS Technology GmbH, Langenfeld, mit ihren Imprägnier- und Streich-Anlagen, die IFA Technology GmbH, Rain, mit ihrer Wiege-, Misch- und Dosiertechnik und die Hamburger Wessel Umwelttechnik GmbH, die als Spezialistin für die Abluft-Reinigung der im Prozess entstehenden Abluft tätig ist. Die Unternehmen der Gruppe werden zukünftig noch enger zusammenarbeiten und aufeinander abgestimmte Prozessschritte aus einer Hand anbieten. Die bisherigen Geschäftsführungen der einzelnen Unternehmen führen ihre Betriebe wie bisher weiter. 26 Prozent der Anteile hält die WD DTG Beteiligungsgesellschaft, Bregenz, die mit ihrem Eigentümer Werner Deuring auch den Geschäftsführer der Gruppe stellt.

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