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25. Juni 2015

Ein Klassiker feiert runden Geburtstag

Der Vileda Glitzi von Freudenberg ist der Inbegriff eines Topfreinigers: Der gelbe, saugfähige Schwamm in Kombination mit dem charakteristischen schwarzen Scheuervlies wird diesen Sommer 50 Jahre alt. Dabei kann von „alt“ eigentlich keine Rede sein: Freudenberg-Tüftler entwickeln den Schwamm stetig weiter, was ihn bis heute zu einem der beliebtesten Topfreiniger weltweit macht. Etwa 162 Millionen Stück gingen im vergangenen Jahr über die Ladentheke, rund 25 Millionen davon in Deutschland.

Kochen macht Spaß. Danach die Spuren in der Küche zu beseitigen eher weniger. Angebrannte oder eingetrocknete Essensreste in Töpfen, Brätern oder Pfannen sind dabei die größte Herausforderung, die sich jedoch mit einem guten Topfreiniger meistern lässt. In dieser Mission ist der Glitzi seit 50 Jahren im Einsatz. Seine Erfolgsgeschichte begann bereits drei Jahre vor seinem eigentlichen Markteintritt. 1962 erhielt Siegmund Fabian, der damalige Leiter der Marketing-Abteilung von Vileda bei Freudenberg, den Auftrag, ein Material zu entwickeln, das sich zum Reinigen von hartnäckigen Verschmutzungen eignet. Ein Jahr später brachte das Familienunternehmen ein schwarzes Scheuervlies auf den Markt, das Freudenberg-Tüftler 1965 um einen gelben Schwamm ergänzten – die Geburtsstunde des Vileda Glitzi.

Pionierarbeit für die Küche

„Unsere Produkte sind genau auf die Bedürfnisse der Verbraucher zugeschnitten. Dafür schauen wir ihnen quasi auf die Finger“, sagt Carl Uwe Tintelnot, der seit fast 30 Jahren für die Marke Vileda als Marketing-Manager zuständig ist. Dabei sahen die Freudenberg-Entwickler in den späten sechziger Jahren besonders häufig lackierte Fingernägel, von denen die Farbe beim Spülen abblätterte. Ihre Idee: eine Griffrille in der Mitte des Schwamms. Das lässt den Topfreiniger beim Abspülen gut in der Hand liegen und schützt zugleich die Finger und Nägel. Sein typisches Aussehen erhielt der Glitzi 1968 und war damit der erste Topfreiniger mit Griffrille. „Wir haben Pionierarbeit geleistet“, sagt Tintelnot.

Innovation schützt vor Nachahmern

Das Patent auf die Griffrille ist mittlerweile ausgelaufen. Es gibt viele Nachahmer auf dem Markt. Dennoch erfreut sich das Geburtstagskind bis heute einer großen Beliebtheit. Das erklärt Dr. Olivier Bedue, bei Vileda verantwortlich für die Forschung und Entwicklung der Topfreiniger, folgendermaßen: „Der Glitzi ist erfolgreich, weil wir ihn stetig weiterentwickeln. Beispielsweise gibt es ihn seit einiger Zeit mit dem sogenannten Antibac-Effekt, der das Bakterienwachstum im Schwamm zu 99,9 Prozent verhindert. Hiermit bedienen wir das zunehmende Bedürfnis der Verbraucher nach einer hygienisch reinen Küche.“

„Auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht unbedingt ersichtlich ist: In so einem Topfreiniger steckt jede Menge High Tech“, ergänzt Bedue. „So waren wir bei der Entwicklung der neuen Topfreiniger-Generation Glitzi Pur Active auf der Suche nach einem Material, dass auch äußerst empfindliche Oberflächen wie Glas, Acryl, Porzellan, Edelstahl, Chrom oder Messing von hartnäckigem Schmutz befreit, ohne sie zu verkratzen.“ Ausschlaggebend war auch hier ein gesellschaftlicher Trend, den Freudenberg früh erkannt hat: Weltweit werden Teflon-beschichtete Pfannen und Töpfe bei den Verbrauchern immer beliebter. Deren empfindliche Beschichtung verkratzt bei unsachgemäßer Reinigung jedoch schnell und benötigt deshalb eine besondere Pflege.