Aktuelles
31. August 2015

Intensiv und vernetzt für den Nachwuchs

Am 1. September starteten 89 Jugendliche für die Gesellschaften der Freudenberg-Gruppe und von Verbundpartnern aus der Region in eine moderne Ausbildung. „Selbstständig handelnde und unternehmerisch denkende Mitarbeiter sind ein wichtiges Ziel, um langfristig im Markt erfolgreich zu sein“, so Dr. Rainer Kuntz, Leiter des Ausbildungszentrums der Freudenberg-Gruppe.

Ideen entwickeln, Informationen sammeln und ein Projekt eigenständig umsetzen: Die Anforderungen des global tätigen Familienunternehmens Freudenberg an Auszubildende haben sich verändert. Neben Fachkompetenz und Leistungsbereitschaft ist auch Eigenständigkeit gefragt. Aufgaben und Prozesse werden komplexer, Auszubildende lernen unternehmerisch zu denken und zu handeln. Ausbilder sind heute Coach und Unterstützer anstatt klassischer Vermittler von Wissen. Sie übertragen früh Verantwortung und machen die Jugendlichen fit, eigenständig Lösungen zu suchen und umzusetzen.

Ein neues Berufsbild

Um die jungen Menschen für die Arbeitswelt von morgen fit zu machen, arbeitet die Freudenberg-Gruppe mit vielen Partnern zusammen. Dazu gehören zum Beispiel Berufsschulen, Verbundunternehmen und das Weinheimer Bündnis Ausbildung. So entstehen moderne Konzepte und Berufsbilder für die neuen Anforderungen. Ein Beispiel: Mit der Johann-Philipp-Reis Schule in Weinheim entwickelt die Freudenberg Gruppe zurzeit ein neues Berufsbild mit dem Arbeitstitel „Industriekaufmann mit Zusatzqualifikation technischer Assistent“. Ziel ist es, einen kaufmännischen Beruf anzubieten, der zugleich technisches Wissen vermittelt. Freudenberg bringt als innovatives Technologieunternehmen die technische Kompetenz ein und benennt die beruflichen Anforderungen. Die Schule setzt das Konzept didaktisch um und setzt Schwerpunkte. Aktuell erarbeitet ein zehnköpfiges Team aus Lehrern und Mitarbeitern des Bildungszentrums die Inhalte. Ab 2016 können sich Jugendliche bewerben. Im Folgejahr werden die ersten Auszubildenden in den Beruf starten.

Bildungspartnerschaften mit 13 Schulen

Informationsveranstaltungen, Bewerbertrainings und Workshops im Bildungszentrum: Freudenberg hat zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar Bildungspartnerschaften mit 13 Schulen aus der Region aufgebaut. Durch die Vermittlung neuer Kompetenzen wird die Ausbildungsreife und Studierfähigkeit der Schüler verbessert. Außerdem erleichtert die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen den Jugendlichen den Übergang in die Arbeitswelt.

Weinheimer Bündnis Ausbildung

Den Ausbildungsstandort Weinheim stärken, Talente fördern und binden sowie den Fachkräftebedarf sichern sind die Ziele des „Weinheimer Bündnis Ausbildung“, dem ersten kommunalen Ausbildungsbündnis der Region. Freudenberg gehört zu den Gründungsmitgliedern. In Zukunft soll es für alle Bündnispartner einen gemeinsamen Bewerberpool geben. Außerdem ist ein Absolventenpool geplant. In diesem können Azubis, die in ihrem Lehrbetrieb nicht übernommen werden, an andere Weinheimer Unternehmen weitervermittelt werden. Im Jahr 2016 ist der zweite gemeinsame Auftritt auf der Mannheimer Ausbildungsmesse „Jobs for Future“ geplant.

Vielfalt an Ausbildungen

Ob Chemikant, Mechatroniker oder ein Studiengang in Wirtschaftsingenieurwesen – das Spektrum der 18 Ausbildungsberufe und acht Studiengänge bei Freudenberg reicht von der technischen, naturwissenschaftlichen und kaufmännischen Ausbildung bis zum Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Als weltweit tätiges Unternehmen sind für die Freudenberg-Gruppe Sprachkenntnisse und Wissen über andere Länder und Kulturen besonders wichtig. Deshalb erhalten alle Auszubildenden Englischunterricht. Workshops und Informationen zum Thema internationale Arbeitswelt runden das Angebot ab. Viele Auszubildende absolvieren Aufenthalte im Ausland, zum Beispiel in Italien, England oder Spanien.