Aktuelles
28. Oktober 2015

Kettcar-Hersteller Kettler baut knapp 200 Stellen ab

Das Familienunternehmen Kettler will noch bis zum Jahresende das Insolvenzverfahren abgeschlossen haben. Dazu werden knapp 200 Stellen in NRW gestrichen und ein Werk im Saarland verkauft. Zudem sei der Verkauf des Fahrradwerks im saarländischen Hanweiler geplant. Der Großteil der Arbeitsplätze könne durch die Sanierungsmaßnahmen erhalten bleiben. Ziel sei, das Insolvenzverfahren noch in diesem Jahr abschließen. Über diese Pläne wurde am Mittwoch die Belegschaft informiert.

Das Traditionsunternehmen aus Ense (Kreis Soest) hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens hat Kettler an den Standorten Ense, Werl und Kamen noch rund 800 Beschäftigte. Die Firma könne dann von der Familiengesellschafterin Karin Kettler weitergeführt werden, teilte Kettler nach der Versammlung mit. Die Firma Kettler hatte in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland einen steilen Aufstieg erlebt. Zu den größten Erfolgen gehörte das Kindertretauto Kettcar. Die Produktpalette reicht heute von Fitnessgeräten über Fahrräder und Spielfahrzeuge bis zu Freizeit- und Gartenmöbeln. (dpa)