Aktuelles
10. November 2015

Kleiner GmbH Stanztechnik gewinnt Deichmann-Förderpreis

Die Kleiner GmbH Stanztechnik aus Pforzheim hat beim Deichmann-Förderpreis für Integration in der Kategorie „Berufliche Förderung durch Unternehmen“ den ersten Platz belegt. Das Unternehmen gibt Jugendlichen, die seit langer Zeit arbeitslos sind oder keinen Schulabschluss haben, eine Chance und ermöglicht ihnen eine Berufsausbildung. Um sie nicht zu überfordern, führt das Familienunternehmen die Jugendlichen schrittweise an den Berufsalltag heran, indem sie etwa zunächst einer Helfertätigkeit im Produktionsbereich nachgehen. So genannte Ausbildungsbotschafter – ausgewählte Auszubildende des Unternehmens, meist mit Migrationshintergrund – berichten an Schulen über ihren Arbeitsalltag und zeigen den Schülern so eine berufliche Perspektive auf.

„Flüchtlingskrise ist eine große Herausforderung“

Der Förderpreis des Schuheinzelhändlers ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und wird an zehn Projekte in den Kategorien „Unternehmen“, „Berufliche Förderung durch Vereine, öffentliche Initiativen und kirchliche Organisationen“ und „Schulische Präventivmaßnahmen“ vergeben. Die Hälfte der diesjährigen Preisträger widmet sich insbesondere der Integration von jungen Flüchtlingen. Die Schirmherrschaft hatte erneut Fernseh-Moderatorin Nazan Eckes übernommen. „Integration ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird“, sagte die 39-Jährige, die im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern von der Türkei nach Deutschland kam. Der Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, war bei der Preisverleihung am 10. November vom Engagement in Schulen, Vereinen und Wirtschaft begeistert: „Die aktuelle Flüchtlingsdiskussion stellt Deutschland vor eine große Herausforderung. Hierbei ist es nicht nur Aufgabe der Regierung, Hilfsbedürftige zu unterstützen. Auch das Engagement Einzelner ist gefragt. Unsere Preisträger zeigen vorbildlich, wie jungen Asylsuchenden und anderen benachteiligten Jugendlichen der Weg in Arbeit und Ausbildung geebnet werden kann. Fehlende Deutschkenntnisse, Behinderungen und andere Hemmnisse dürfen Jugendlichen nicht den Zugang zum Arbeits- und Gesellschaftsleben verwehren.“