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12. November 2015

Politiker zu Gast bei Lapp

Um sein politisches Programm auch vor Unternehmern zu erläutern, besuchte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl und CDU-Fraktionsvorsitzende Guido Wolf gemeinsam mit Stefanie Schorn, CDU-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Stuttgart II, die Stuttgarter Lapp-Gruppe. Gastgeber Siegbert E. Lapp, Aufsichtsratsvorsitzender der Lapp Holding AG, hatte zum Gespräch mit dem CDU-Politiker rund 35 Unternehmer eingeladen.

„Ich freue mich sehr, dass sich der CDU-Spitzenkandidat auch für die Anliegen von mittelständischen Familienunternehmen interessiert. Schließlich werden wir oft als Rückgrat der baden-württembergischen und der deutschen Wirtschaft bezeichnet“, erklärte Siegbert E. Lapp. Bei dem Treffen thematisierte der erfolgreiche Unternehmer insbesondere die geplante Neuregelung der Erbschaftssteuer, die zu zusätzlichen Belastungen von Familienunternehmen führen würde. Auch die mangelnde Verkehrsinfrastruktur kritisierte er.

Freiheit statt Bevormundung

In seiner rund 40-minütigen Rede konzentrierte sich der CDU-Spitzenkandidat vor allem auf die Standortpolitik. Mit Blick auf die anwesende Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der Lapp Holding AG und Firmengründerin Ursula Ida Lapp sagte er: „Wir brauchen wieder mehr Mut zum Unternehmertum. Die Familie Lapp ist hier ein großes Vorbild. Wenn Ursula Ida Lapp vor mehr als 50 Jahren nicht den Mut gehabt hätte, gemeinsam mit ihrem Mann das Unternehmen zu gründen, hätten wir heute kein so erfolgreiches weltweit aktives Unternehmen mit über 1.000 Arbeitsplätzen am Standort Stuttgart und über 3.200 Mitarbeitern weltweit.“ Auch bei der Erbschaftssteuer und dem Thema Verkehr versprach er zusätzliche Initiativen. So werde er sich bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dafür einsetzen, dass das neue Erbschaftsrecht die Interessen von Familienunternehmen berücksichtigt. Auch werde er dafür sorgen, dass künftig alle Finanzmittel vom Bund für den Straßenbau auch tatsächlich in Anspruch genommen werden. Zudem werde er sich für einen ehrgeizigeren Ausbau der digitalen Infrastruktur einsetzen. Vor allem aber wolle er die „Erziehungsversuche“ der grün-roten Regierung umkehren: „Freiheit statt Bevormundung, weniger ist mehr“, formulierte er als griffiges Motto.

Ebenfalls zur mangelnden Verkehrsinfrastruktur vor allem in Stuttgart-Vaihingen äußerte sich Stefanie Schorn, die Kandidaten für den Wahlkreis Stuttgart II. Sie kündigte an, sich für den Ausbau der Nord-Süd Straße stark zu machen. Ein weiteres Anliegen ist ihr die Bildungspolitik. Ebenso wie Wolf war ihr wichtig, das bewährte Erfolgsmodell des differenzierten baden-württembergischen Schulwesens zu erhalten.

Nach der Rede hatten die Gäste noch Gelegenheit, Fragen zu stellen. Ein Großteil der Gäste nutzte die Gelegenheit, die angeschnittenen Themen in weiteren Gesprächen zu vertiefen.