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10. Dezember 2015

Gipfeltreffen der Weltmarktführer: Die perfekte Mischung

Einmal im Jahr pilgern Familienunternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte nach Schwäbisch Hall zum Gipfeltreffen der Weltmarktführer. Dr. Walter Döring, Initiator und Mitveranstalter des Gipfeltreffens, zeigte sich im Gespräch mit der Redaktion sehr zufrieden mit den Vorbereitungen für die Veranstaltung im Januar 2016.

Was werden Sie den Unternehmern und Führungskräften bieten, die vom 26. bis 28. Januar 2016 nach Schwäbisch Hall kommen, um „von den Besten zu lernen“?

Dr. Walter Döring: Wir werden den rund 400 Teilnehmern nicht nur ein vielfältiges Programm mit bekannten Unternehmern bieten, sondern die Möglicheit, sich im direkten Austausch mit den Weltmarktführern Inspiration zu holen. Wir haben uns an das bisherige Erfolgsrezept gehalten: Wir präsentieren eine große Bandbreite. Unser Programm ist eine vielfältige Mischung, die diejenigen Themen aufgreift, die Unternehmern unter den Nägeln brennen, etwa Internationalisierung, Digitalisierung, Innovation, Familiennachfolge und Generationswechsel. Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble sorgt dafür, dass die politische Komponente nicht zu kurz kommt und Dr. Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, wird mit ihrem Vortrag den Blick über den Tellerrand hinaus lenken. Am zweiten Tag wird es parallele Fachforen geben und zum Abschluss des Kongresses wieder den überaus beliebten Blick hinter „die Kulissen der Weltmarktführer“, in diesem Jahr mit Führungen bei der „Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG“ und der Rüdinger Spedition GmbH.

Was mich persönlich ganz besonders freut: Es ist uns gelungen, für dieses Gipfeltreffen mit Dr. Annette Winkler, Head of Smart, Renate Pilz und Susanne Kunschert von der Pilz GmbH & Co. KG, Dr. Helga Rabl-Stadler und EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager fünf Frauen zu gewinnen, die für weiblichen Erfolg und große Professionalität stehen.

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Referenten für das Gipfeltreffen aus?

Sie müssen etwas zu sagen haben. Das eine oder andere bekannte Gesicht übt sicherlich eine gewisse Anziehungskraft aus. Letztlich soll die Mischung so sein, dass alle Teilnehmer etwas mitnehmen können, die jungen Unternehmer ebenso wie die alten Hasen, die Chefs von kleinen Unternehmen ebenso wie die von großen, die aus der Stadt und auch die vom Land. Nehmen Sie als Beispiel Hubertus Bessau, Mitgründer der „mymuesli GmbH“: Mit seinem Vortrag kann er sich vor vielen Unternehmern profilieren. Außerdem kann er zum Ausdruck bringen, was jungen Start-ups in Deutschland fehlt. Seine Zuhörer können einen Blick in die Online-Welt und in die Welt der Start-ups werfen und sich die eine oder andere Inspiration holen. Ebenso spannend für Jung und Alt wird das Gespräch zwischen Renate Pilz und ihrer Nachfolgerin Susanne Kunschert sein. Der Generationswechsel ist ein Thema, das in vielen Familienunternehmen ansteht. Dr. Wolfgang Schäuble ist immer ein Highlight. Vielleicht werden wir erfahren, welche Belastungen durch die Flüchtlinge auf uns zukommen und wie wir damit umgehen. Prof. Martin H. Richenhagen von der AGCO Corporation ist der einzige deutsche CEO an der Spitze einer amerikanischen Firma, und das seit Jahren. Für die international tätigen Weltmarktführer wird es von großem Interesse sein, was die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zu sagen hat.

Was haben Sie für den exklusiven CEO-Vorabend-Event geplant?

Da dürfen sich die Teilnehmer gleich auf mehrere außergewöhnliche Gäste freuen. Bevor die exklusiven Führungen durch die Kunsthalle Würth und die Johanniterkirche beginnen, gibt es unter anderem „den Lebensentwurf für Aufsteiger“. Dr. Carl-Heiner Schmid, Gesellschafter der Unternehmensgruppe Heinrich Schmid, zeigt den Weg „vom Malermeister zu Europas größtem Malerbetrieb“, ein Plädoyer für das Handwerk und für Bildung. Ich bin sehr gespannt. Beim Kamingespräch unterhalten sich Prof. Dr. Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, und der Unternehmer Prof. Dr. Claus Hipp über Ethik im Wirtschaftsleben und das Bild des ehrbaren Kaufmanns.

Am Abend des ersten Kongresstages verwöhnen traditionell die Sterneköche Ernst Kunz und Lothar Eiermann die Kongress-Teilnehmer. Diese Mal haben Sie als Redner mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff und Abdullah Gül, Präsident der Republik Türkei, zwei nicht unumstrittene Politiker eingeladen. Was haben sie den Unternehmern zu sagen?

Christian Wulff ist nach wie vor international sehr anerkannt. Er ist viel unterwegs und ein exzellenter Markenbotschafter für „Made in Germany“. Seine Ansichten zur Lage der Weltwirtschaft und zu Themen wie Freihandelsabkommen sind mit Sicherheit aufschlussreich. Abdullah Gül ist Präsident eines Landes mit großem wirtschaftlichem Potenzial, das sich schnell entwickelt. Auch im Hinblick auf die Themen EU-Beitritt und Flüchtlinge stoßen seine Ansichten mit Sicherheit auf großes Interesse.

Beim Gala-Dinner der Sterneköche wird erstmalig die Auszeichnung „Unternehmerisches Herz“ vergeben. Was steckt dahinter?

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG und unser Mitveranstalter Wirtschaftswoche haben diese neue Auszeichnung kreiert. Es werden Männer und Frauen gesucht, die mutig und authentisch handeln, die durch ihre Integrität und Ideale über die Grenzen ihres Unternehmens hinaus neue Maßstäbe setzen – Unternehmer mit Herz, die die Menschen begeistern. Die eingereichten Bewerbungen und Vorschläge wurden von einer hochkarätig besetzten Jury gesichtet und bewertet. Beim Gala-Dinner wird die Auszeichnung verliehen.

Die Märkte verändern sich in rasendem Tempo. Jahrzehntelang erfolgreiche Geschäftsmodelle bieten keine Garantie für künftigen Erfolg. Kann der deutsche Mittelstand mithalten?

Sie spielen auf disruptive Veränderungen an. Für mich ist es gerade ein Gütesiegel der deutschen Wirtschaft, dass sie sehr vorausschauend und zukunftsgerichtet agiert. Deutsche Unternehmen, natürlich insbesondere die Weltmarktführer, haben sich einer kontinuierlichen Innovation verschrieben. Sie arbeiten permanent daran, sowohl ihren technischen als auch ihren Service-Vorsprung auszubauen. Nur so wird und bleibt man Weltmarktführer. (–ap)

www.weltmarktfuehrer-gipfel.de