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1. Februar 2016

Studie: Deutsche Mittelständler weiter im Fokus der Chinesen

Das Interesse chinesischer Investoren an deutschen Mittelständlern ist einer Studie zufolge weiter hoch. Im vergangenen Jahr kauften Chinesen 36 deutsche Firmen und damit so viele wie schon 2014, wie das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young (EY) am Montag in Stuttgart mitteilte. In keinem anderen EU-Staat waren die Chinesen bei ihren Investitionen so aktiv wie in Deutschland. Übernommen wurde beispielsweise die Hamburger Privatbank Hauck & Aufhäuser für rund 200 Millionen Euro. Für Aufsehen sorgte Mitte Januar zudem der Kauf des Münchner Spezialmaschinenbauers Krauss-Maffei durch Chinesen für 925 Millionen Euro.

Mehr Transaktionen in der Zukunft

Das Interesse der Asiaten an deutschen „Hidden Champions“ bleibe auch künftig hoch, sagte EY-Expertin Yi Sun. „Deutsche Industrie- und Technologieunternehmen genießen in China höchsten Respekt.“ Zwar sei die Bereitschaft im deutschen Mittelstand, ausländische Investoren mit ins Boot zu holen, gering. Positive Erfahrungen mit Geschäftspartnern aus Fernost sprächen sich aber herum. „Daher werden wir ganz sicher künftig mehr Transaktionen in diesem Bereich sehen“, sagte Yi Sun. Im Ranking ausländischer Investoren in Deutschland kletterte China um einen Rang auf den fünften Platz, Spitzenreiter sind die USA mit 159 Firmenakquisen vor Großbritannien mit 77. Insgesamt gingen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 652 deutsche Firmen komplett oder teilweise in ausländische Hand über.