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18. März 2016

Weissman Familien-Unternehmertag: Mit Mut die Zukunft gestalten

Einmal im Jahr treffen sich im Hotel Schindlerhof in Nürnberg auf Einladung des Weissman-Instituts Familienunternehmerinnen und -unternehmer, um Vorträge zu hören, und vor allem um sich auszutauschen. Prof. Dr. Arnold Weissman, Gründer und Inhaber der Strategieberatung für Familienunternehmen, gibt im Gespräch mit der Redaktion einen Ausblick.

Herr Professor Weissman, im Juni findet der Weissman Familien-Unternehmertag statt. Welche Themen bewegen Familienunternehmen heute?

Prof. Dr. Arnold Weissman: Eines der zurzeit sehr aktuellen Schwerpunktthemen ist die digitale Transformation und ihre Konsequenzen. In allen Unternehmen wird diese Frage mittlerweile intensiv diskutiert. Und dies ist auch dringend notwendig. Wer sich hier verschließt, muss damit rechnen, in den nächsten Jahren vom Markt gefegt zu werden.

Wie haben sich Familienunternehmen während der letzten Jahre verändert?

Familienunternehmen sind viel professioneller in der Führung geworden. Nach notwendigen Aufholprozessen in Bezug auf Familien-Management und Family Governance, wenden sich die Familienunternehmen jetzt wieder mehr ihrer Kernaufgabe zu, der Führung und Entwicklung ihrer Unternehmen. Das ist ein Trend, den ich sehr begrüße, denn was nützt die beste Familienverfassung, wenn es mein Unternehmen morgen nicht mehr gibt?

Was steckt hinter dem Motto des Familien-Unternehmertags „Mit Mut die Zukunft gestalten – Ideen für meinen Erfolg“? Um welche Themen wird es konkret gehen?

Wir wollen uns darüber austauschen, was nötig ist, um neue Wege zu beschreiten. Innovationen brauchen viel Mut, denn sie können scheitern. Wer die Zukunft gestalten will, muss bereit sein, seine Liege auf der Sonnenterrasse zu verlassen, seine Komfortzone aufzugeben. Hier wollen wir anknüpfen und Inspirationen setzen. Die Zukunft ist der Raum der Möglichkeiten, der Raum der Freiheit – in diesem Rahmen wollen wir uns bewegen.

Womit werden Sie selbst sich in Ihrem Vortrag befassen?

Ich werde der Frage nachgehen, wie sich Familienunternehmen durch die Digitalisierung verändern müssen, wenn sie ihr Oberziel, die Erhaltung des Unternehmens mit hoher Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, erreichen wollen. Andere Kundenbeziehungen, neue Geschäftsmodelle, Veränderungen in der Prozesslandschaft und – last but not least – Veränderungen in der Kultur sind notwendig, um den Wandel zu gestalten und nicht sein Opfer zu werden. Zukunft ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge der von uns getroffenen Entscheidungen.

Worin sehen Sie den größten Nutzen des Familien-Unternehmertags? Was möchten Sie den Teilnehmern mit auf den Weg geben?

Neben großartigen Referenten, auf die ich mich heute schon freue, geht es natürlich vor allem um den gegenseitigen Austausch. Die Teilnehmer sollen sich gegenseitig inspirieren, motivieren, begeistern. Beim Unternehmertag bilden wir eine reale Community von großartigen Menschen, die zwei Tage zusammen sind – dabei muss auf jeden Fall etwas Außergewöhnliches herauskommen.

Informationen zum Familien-Unternehmertag des Weissman-Instituts am 10./11. Juni erhalten Sie hier.